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Darf ich emotional sein?

Frau und Kind umarmen sich und lachen

Diese Woche ist mein Sohn eingeschult worden!  Hurra! 

Wie schaffen es die anderen Eltern, dieses Ereignis so locker hinzunehmen? Ich war tief gerührt, sehr emotional und merke plötzlich, dass es mir total peinlich ist. Ich bin zwar bereits sehr gut daran geschult, mit meinen Emotionen umzugehen, aber in einer neuen Situation verfalle ich noch viel zu schnell in alte Muster. 

Beim Elternabend habe ich dann von einer Mutter zu der Klassenlehrerin sagen gehört, sie sei eine Heulsuse und muss immer weinen, weil sie sich doch so wahnsinnig freut, dass ihr Sohn in so eine tolle Schule mit einer großartigen Lehrerin gekommen ist.

Frauen sind auch Menschen

Das macht mich wütend. Es macht mich wütend, dass wir – Frauen noch so viel nicht dürfen. 

Wenn wir durch das Leben schreiten, dass Gefühle zu zeigen etwas Negatives ist. Emotional zu sein ist schlecht, lernen wir. Übrigens, nicht alles, was wir lernen kommt aus der Kindheit. Wir lernen auch genug Mist über das richtige Verhalten als Erwachsene.

Hast du deine Tage? Bist du in den Wechseljahren? Ist es wieder eine deiner Phasen? – hören wir oft als Frauen. Wir, Frauen und ich bin auch eine davon, tun uns auch nichts Gutes, wenn wir uns Heulsuse oder “Ich habe heute meine Tage” betiteln. 

Dads tun wir noch viel zu oft. Wir entschuldigen uns für Dinger, die selbstverständlich sind. Das macht mich richtig wütend.

Wir sollten aufhören uns dafür zu entschuldigen, dass wir emotional sind, dass wir lebendig und feinfühlig sind. Dass wir Frauen sind.

Gefühle gehören nicht in die Arbeitswelt

In der Arbeitswelt lernten wir auch viel zu oft, dass Frauen und Gefühle nicht in die Arbeitswelt gehören. 

Vor allem für Leaderinnen. 

Vor allem für Frauen, die Entscheidungen treffen. 

Vielen von uns kennen das, nach einem Meeting sich in der Toilette einzusperren und zu weinen oder nach einem Emotionsausbruch sich fehl am Arbeits-Platz vorzukommen. Oder bei einem Elternabend dazusitzen und so zu tun, als ob wir keine Tränen hätten.

Mittlerweile finde ich emotionale Frauen richtig schön und freue mich riesig, wenn ich solche Frauen auch an, für mich entscheidenden Positionen, vorfinde. 

Natürlich musste ich bei mir selbst anfangen. 

Ich habe gelernt, dass es mehr Sinn macht, sich eigenen Emotionen zu stellen, sie zu benennen und zu erleben, als sie verstecken oder so zu tun, als würden sie nicht existieren.

Ich frage mich einfach “Was fühle ich gerade?” 

Ich habe mir am ersten Schultag eine halbe Stunde Zeit genommen, bin in Ruhe alleine spazieren gegangen und kam mit neuer Kraft zurück. Ich habe mir erlaubt, unsicher, aufgewühlt und emotional zu sein und paradoxerweise habe durch die Verbindung mit meinen Emotionen Klarheit und Vertrauen geschöpft.

Passen Leadership und Emotionen überhaupt zusammen? 

Oh, ja, sie passen wunderbar zusammen.

Wir haben das direkt beim Elternabend erlebt.

 

Die Lehrerin meines Sohnes hat sich bei uns vorgestellt. So wie sie gesprochen hat, hat sie mich zu Tränen gerührt.

  • Sie war emotional – sie hat uns sehr deutlich gesagt und uns spüren lassen, dass sie als Expertin genau weiß, was unsere Kinder gerade durchmachen.
  • Sie war emotional und hat uns vermittelt, was ihr in der Erziehung wichtig ist und warum das so ist.
  • Sie war emotional und hat eine sehr klare und deutliche Sprache über ihre Unterrichtsweise, ihren Zugang und Erwartungen vermittelt.

 

Ich saß da und habe gedacht, wie wäre in dieser Klasse die Stimmung, wenn alle Eltern ihre Gefühle loslassen und zeigen würden.  Ich musste schmunzeln. Da wir selbst das in bestimmten Kontexten nicht gelernt haben – Gefühle zu zeigen – glauben wir, dass etwas Schlimmes, Peinliches passieren wird. Oft passiert aber genau das Gegenteil – wir geben anderen Menschen die Erlaubnis, das Gleiche zu tun, sich menschlich zu füllen.  Und das ist viel wert. Viel wert für Menschen, die es nie durften. Viel Wert für unsere Kinder, die auf uns schauen.

 

Ich bin aufgeregt, etwas beunruhigt und gleichzeitig in mir ruhend und zuversichtlich, dass wir alles schaffen werden. Das geht alles und gleichzeitig. Das erlaube ich mir.

Ich darf in meiner Arbeit Emotionen zeigen

Diese Woche musste ich auch an meine ersten Coachingstunden vor 7 Jahren denken. Eine Kundin hat mir damals in ihrem Feedback geschrieben, dass ich sehr empathisch sei und wir hätten bei unseren Treffen zusammen gelacht und geweint. Damals dachte ich – sowas kann ich doch nicht veröffentlichen. 

Eine Proficoachin weint doch nicht bei ihrer Arbeit mit Kundinnen. Es ist doch sehr peinlich und zeigt nur, wie schwach ich bin.

Da wo ich es konnte, habe ich versucht diesen Satz aus meinen Testimonials rauszustreichen. Jetzt nehme ich das dankend an, zu hören, dass ich emotional, fühlend und manchmal mit Tränen in den Augen meinen Kundinnen zuhöre. 

Diese Frauen haben eine starke berufliche Vision und möchten genauso gut das Familienleben managen. Sie müssen viel kämpfen und Niederlagen einstecken, damit sie ihren Weg gehen dürfen.

Das tun sie auch. Und ich bin da. Manchmal lachend, manchmal auch weinend. Emotional und menschlich. Mittlerweile habe ich selbst Coaches an meiner Seite, die emotional sind und mir auch nach unseren Sessions sagen, wie tief gerührt sie sind. Frauen sind Menschen. Auch wenn uns oft etwas anderes vermittelt wird. 

 

Erkennst du dich wieder oder suchst du noch nach Möglichkeiten, deiner Emotionen zu begegnen? Schreib mir gerne eine Nachricht an info@natalia-schweizer.com oder hinterlasse ein Kommentar.

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Lasse das Leben geschehen: 6 wichtige Learnings aus meinem Urlaub in Island

Eine Frau in Island

Gestern bin ich aus dem Urlaub zurückgekehrt und freue mich sehr, wieder zu Hause und in der Arbeit zu sein. Ich kann es kaum erwarten, meine Erkenntnisse zu verbloggen, bin ich doch seit diesem Jahr eine ziemlich produktive Bloggerin geworden. Ich habe auch ein paar schöne Bilder zugefügt, weil Island einfach so außergewöhnlich schönes Land ist.

Es tut gut bei Share-Life auf Escape-Knopf zu drücken.

Wie ich mich damals gefreut habe, als ich in der Vorbereitung eines Leadership Seminars den Begriff “Share-Life-Balance” kennengelernt habe. Share-Life-Balance bedeutet, dass du quasi so frei bist und selbst entscheidest, ob du arbeitest oder dich um die Familie kümmerst. Durchs Internet und neue Arbeitskonzepte sind die Möglichkeiten des Sharens unbegrenzt. Wenn du dazu auch selbstständig bist, kannst du ja alles frei entscheiden, nicht wahr? Nein, es stimmt nicht ganz. Wenn die meisten Menschen an Ende der Share-Life-Balance die Bilanz ziehen, haben sie mehr gearbeitet als das Leben genossen. Ich habe mich für diesen Urlaub bewusst entschieden, keine Arbeit mitzunehmen. Nicht mal an die Arbeit zu denken. Nichts über die Arbeit oder berufliche Entwicklung zu lesen. Harry Potter and the Philosopher´s Stone und ein Reiseführer über Island durften in Buchform mitkommen. Mein Notizbuch Leuchtturm 1917 und das Life Goals Canvas von 2022 habe ich natürlich auch miteingepackt. Sie kommen überall mit. Die Zeit ohne Arbeit hat mir gut getan. Ich kann das nur empfehlen. Probiere es aus.  Auch wenn du selbstständig bist oder leidenschaftlich gerne arbeitest, probier es mal ohne Arbeit. Finde heraus, was dann passiert. Vielleicht gefällt es dir. Oder du kriegst neue Ideen. Ich habe beispielsweise erkannt, dass ich total Lust drauf habe, das Jahreszeiten-Konzept bei der Planung auszuprobieren. Ich habe das irgendwann irgendwo mal gelesen und plötzlich ist diese Idee wieder aufgetaucht und hat sich in der Urlaubszeit noch mehr gestärkt. Ich beginne im Sommer und widme die Sommerzeit meiner Kreativität, Schreiben, eigenem Selbstlernkurs, meinem Sohn und unserem Spaß. Pausiere die Business Coachings und Ausbildungen, die mit meinem Business zu tun haben. Im Sommer werde ich darauf achten, mehr zu geben, mein Wissen mit meinen Kund:innen und Blogleser:innen zu teilen. Hier kannst du über meine Sommerplanung mit Hilfe von OKR-Methode nachlesen und diese ausprobieren.

Museumscafe in Island


Motivation kann durch Herausforderungen entstehen.

Ich gebe es zu, ich bin (war) ein Mensch, der öfters gesagt hat “Ich traue mich nicht auf Englisch zu arbeiten. Dafür spreche ich zu schlecht.” Das lustige dabei ist, dass ich schon sehr lange und gut auf Englisch arbeite, aber nicht offiziell in meinem Business. Mal war das ein Charity Event über Leadership, mal eine Konferenz oder Mentoring für Professional Women Networking, wo ich ehrenamtlich tätig war. Sehr wohl weiss ich, wie wichtig die richtige Motivation ist und bin ständig dabei, diese Motivation zu suchen und auszubauen. Nun war ich in einem Land im Urlaub, wo die meisten Menschen Englisch sprechen. Ich habe mich dafür entschieden, dass ich mit Menschen, die mir auf dem Weg begegnen, kommunizieren möchte, ich möchte mich mit ihnen austauschen, ihre Geschichten hören. Das war die beste Entscheidung und Motivation, die ich finden konnte. In Wien sagt man “Durch´s Reden kommen die Menschen zusammen.” Genau so war das auch. Auf in Island kommen die Menschen durch Reden zusammen. Wir haben in einem kleinen Cafe zwei Schweizerinnen kennengelernt, die uns von einem tollen Hot Pot erzählt haben. Ich habe mit einem Professor gesprochen, der sich nach 9 Jahren im Ausland in sein Heimatland zurückkehren will, um dort zu unterrichten und frische Impulse in die Ausbildung zu bringen. Ich liebe es, wenn Menschen mir ihre Geschichten, ihre Visionen oder Lebensweisheiten offenbaren. Auch wenn ich im Urlaub beruflich nicht aktiv war, habe ich erkannt, dass Coaching meine wahre Berufung ist. In jedem Menschen versuche ich Stärken und Potenzial zu sehen und sage das auch oft offen. Dieses Mal halt auf Englisch. Jeden Abend, als ich mich mit meinem Partner (ich werde ihn übrigens in der Zukunft in meinem Blog Mr. Right nennen, das haben wir ausgemacht) ausgetauscht habe, habe ich gesagt, dass ich zwar müde und sehr aufgeregt bin, gleichzeitig förmlich spüren kann, wie meine Welt mit jedem Austausch weiter und größer wird. Ich halte ehrlich gesagt nicht viel von Herausforderungen, die nur auf Disziplin abzielen. Aber so eine Herausforderung, die mit einer starken Motivation einhergeht – bitte mehr davon.

Hot Pot in Island


Es tut gut, Verantwortung mit anderen zu teilen.

In meinem “früheren” Leben hatte ich oft das Gefühl, dass ich mit meinen Problemen und Herausforderungen allein klarkommen muss. Das habe ich schon als Teenager gelernt, weil meine Eltern leider in der Zeit mit anderen Geschehnissen in meinem Heimatland beschäftigt waren und keine Zeit für meine Probleme hatten. Steht eine Aufgabe oder eine neue Herausforderung im Raum, versuche ich automatisch diese Aufgabe zunächst mit eigenen Kräften zu lösen. In Coachings und Therapie habe ich gelernt, mich auf andere zu verlassen und meine Verantwortung zu teilen. Kontrolle loszulassen musste ich auch lernen. Anderen zu vertrauen auch. In diesem Urlaub war mein Sohn das erste Mal über längere Zeit allein mit seinen Großeltern. Ich habe mir im Vorfeld viele Sorgen gemacht und sogar Aktivitäten ausgedacht, was sie doch miteinander in der Zeit unternehmen könnten. Bis ich mich an meine Beziehung zu meinen Großeltern erinnert habe. Ich habe meine Großeltern, meine Oma abgöttisch geliebt. Sie war in meiner Kindheit die wichtigste Bezugsperson und sicher hat sie nicht alles so gemacht, wie es sich meine Eltern vorgestellt haben. Ich denke nur daran, wie sie mir mit 10 Jahren meine Ohrläppchen gestochen und Ohrringe geschenkt hat, weil ich das unbedingt haben wollte und meine Mutter dagegen war. Mein Gott, war ich stolz und glücklich. Solche Erfahrungen möchte ich meinem Sohn nicht vorenthalten. 

Diese Vorstellung und Erinnerungen haben mir letztendlich geholfen, loszulassen und mich auf mein Leben und meinen Urlaub zu konzentrieren. Mein sechsjähriger hat beispielsweise seinen Wackelzahn endlich verloren und diese tolle Erfahrung darf er jetzt mit seinen Großeltern teilen. Und das ist auch gut so. 

Mein fünfzehnjähriger Kater musste dieses Jahr zum Tierarzt und bei dieser Gelegenheit habe ich erfahren, dass diese lieben Menschen  – ein Ärzteehepaar- eine Tierpension haben. Ich habe ja bereits in meinen 6 Fun Facts über mich über mein Katzenprojekt geschrieben und damals habe ich mal die Tierpension für eine Woche ausprobiert und habe einen aufgelösten Kater zurückbekommen. Jetzt, einige Jahre später, habe ich eine ganz andere Erfahrung gemacht. Menschen, die richtig tierlieb sind und auf die ich mich verlassen konnte. Ich habe mir im Vorfeld viele Gedanken, auch über das Geld gemacht und mich fürs Vertrauen und Investition in mich und meine Ruhe entschieden. Als ich heute meinen Kater wieder abgeholt habe, hatte ich richtig Tränen in den Augen bekommen, weil ich so dankbar und gerührt war, wie gut sie sich um ihn gekümmert haben. 


Jeder Tag bringt eine neue Chance, sich besser kennenzulernen.

Schaue ich mir die Postings in meinem LinkedIn Newsfeed an, sehe ich oft wie Menschen auf bestimmte Trends aufspringen und versuchen auf diese Weise “authentisch zu sein und authentisch zu schreiben”. Ich nenne das „Jetzt bin ich mal authentisch-Trends“.

“Jetzt sage ich mal ehrlich – ich bin erfolgreich und ich finde es geil”

„Jetzt sage ich mal ehrlich – ich habe versagt und ich will das ehrlich erzählen“

„Jetzt sage ich aber mal ehrlich – LinkedIn ist zwar ein berufliches Netzwerk, aber meine Persönlichkeit gehört genauso zu meinem Beruf und ich teile auch persönliches über mich hier.“

Lese ich an einem Tag mehrere Postings, die in eine Richtung gehen, vermisse ich dann tatsächlich die richtige Authentizität. Was will ich? Was beschäftigt mich gerade? Was bedeutet es für mich – ich gehe liebevoll mit mir um? 

Würden wir mehr auf uns hören, würden wir mit uns selbst Erfahrungen machen, haben wir kein Bedarf mehr, diese drei oben erwähnten Trend-Postings zu schreiben. Wir würden ganz einfach, auf den ersten Blick banale Geschichten erleben und diese mit anderen teilen oder für uns behalten. Ich möchte mit dir meine naive und für mich sehr wichtige Geschichte teilen. Seit zwei Jahren lerne ich zu essen. Das, was auf den ersten Blick lächerlich klingt, ist wichtig für mich. Ich war jahrelang diejenige, die auf Frühstück und oft auf das Mittagessen verzichtet hat. Ich habe mir weder Zeit genommen, noch sich um ein vernünftiges Essen gekümmert. Es war nie genug Zeit dafür da. Vor zwei Jahren habe ich dann mit einer Ernährungsberaterin gearbeitet und sie sagte mir, dass das Problem, dass ich wenig Energie habe, liegt eigentlich daran, dass ich zu wenig esse und nicht zu viel. Zuwenig essen und schlapp sein, zu wenig essen und zunehmen – wie geht das den?

Also, habe ich gelernt in meinem Kalender fixe Zeiten für Mittagessen einzutragen und diese einzuhalten, mein Frühstück zu einem Ritual mit meinem Sohn entwickelt und gelernt, für meine Energie auch mit Essen zu sorgen. Im Urlaub habe ich sofort erkannt, wie wichtig es mir ist, vernünftig zu essen und die Essenszeiten einzuhalten. So haben wir oft unsere Routen so geplant, dass wir Zeit für ein Mittagessen haben.

2 Tage haben wir es nicht gemacht und ich habe sofort den negativen Effekt gespürt. Ich war müde, hatte am Abend keine Energie mehr und auch keine Lust, weiteren schönen Urlaubstag zu planen. Diese Erfahrung hat mich sehr gefreut, weil ich erkannt habe, dass ich tatsächlich gelernt habe, zu essen und meine Energie selbstständig mit ganz einfachen Mitteln, beispielsweise durch Essen aufzubauen.

Es lohnt sich wirklich, anstatt zu lernen, authentisch zu sein, auf sich und eigene Bedürfnisse zuzuhören und sich besser kennenzulernen. 

Campingplatz in Island


Beziehungen brauchen nicht immer Romantik, sondern ein aufrichtiges Interesse für einander.

Ich muss sagen, ich bin sehr gerne Familienmensch. Ich habe eine große Transformation durchgemacht – von einer Frau, die auf einen Prinzen wartet, der wie ein bekannter schottischer Schauspieler aussieht und sie immer wieder mit romantischen Abendessen überrascht bis zu einer Frau mit Mr. Right und Kind, die einfach gemeinsam leben, gerne zusammen sind, sich streiten, Einkaufslisten abchecken und sich über Klamottenmarken für Sohn nicht einigen können. Ich weiß jetzt genau, dass ich keine Überraschungen von einem Prinzen brauche, der mich ständig mit irgendetwas überrascht – schon von dieser Vorstellung wird mir schlecht. Ich brauche einen Menschen, auf den ich mich verlassen kann, mit dem ich quatschen und meine Probleme besprechen kann, aber auch einen Menschen, auf den ich neugierig sein kann.

In meinem Urlaub konnte ich mehr Abstand von uns als Familie nehmen und mich auf meinen Partner, meinen Mr. Right mehr als einen Menschen zu konzentrieren. Einen Menschen, der plötzlich an einem verlassenen Strand beginnt den Plastikmüll aufzusammeln, einen Mensch, der mir stundenlang über seine Forschungsprojekte erzählen kann und einen Mensch, der sagt – Ah, ja, ich brauche zwar jetzt kein Essen, aber ich weiß, du muss ja etwas zum Mittag haben, daher planen wir unseren Tag so, dass du was zum Beißen kriegst. Romantik pur, nicht wahr? 

Ein Strand in Island

Selbstreflexion darf auch mal Urlaub machen.

Ich beobachte mit ein wenig Skepsis den Trend, dass Menschen für alle ihre Probleme und Herausforderungen sofort  einen Experten um Rat fragen. Unterstützung finde ich grundsätzlich super, bin ich doch selbst eine, die Coaching als Unterstüzung anbietet. Was mich skeptisch macht ist der Trend, dass Coach oder Berater ständig mit einem zusammenarbeitet. Braucht es wirklich, frage ich mich? Geht es nicht darum, dass Menschen lernen, sich um sich selbst zu kümmern? Geht es nicht mehr um HIlfe zur Selbsthilfe? Ich teste ja gerade selbst mein eigenes halbjähriges Coachingprogramm mit Kundi:nnen und bin gespannt, wie sich das weiter entwickeln wird. In meinem Urlaub wurde mir bewusst, dass ich persönlich nach einem Jahr Gruppentherapie für helfende Berufe und ständigem Coaching zu Business- und Geldthemen jetzt eine Pause einlegen möchte. Ich möchte mich wieder mehr auf mich selbst stützen und auch zu testen, wie weit meine persönliche Transformation fortgeschritten ist.

Für meine Kund:innen habe ich im Sommer wieder Einzelcoachings und 3-stündige Life Goals Sprints im Angebot, wenn sie sich mit ihren Zielen und Lebens-Balance auseinandersetzten möchten.

Ich bin heute aus meinem Urlaub angekommen und freue mich auf alles, was noch kommt, auf meine Sommerpläne, auf mein 45. Geburtstag im Juli und Zeit mit tollen Menschen, die ich auf meiner Geburtstagseinladungsliste habe. Dir wünsche ich noch einen schönen und selbstbestimmten Sommer! 

Die Autorin: Natalia Schweizer

Ich bin eine bekennende Optimistin, leidenschaftliche Mutter und Schreiberin. Als praktizierende Coachin ACC ICF und Unternehmensberaterin unterstütze ich ambitionierte Menschen, die sowohl eine gut gehende Karriere/Business als auch ein erfülltes Familienleben führen wollen und bereit sind, etwas aktiv dafür zu tun. Ich lebe und arbeite in deutscher, russischer und englischer Sprache und verbinde so in meiner Methodenwahl Fachkenntnisse und Praxiserfahrungen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen.

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Glossar zum Thema: Ziele setzen und erreichen

Ich bin Coach und ich liebe Ziele. Eigentlich gibt es kaum etwas leichteres als Ziele setzten. Es wurden viele Bücher geschrieben, Formeln entwickelt und wieder als obsolet abgetan. Ich weiss sehr viel über Ziele und trotzdem erreiche ich sie nicht zu 100%. Es ist auch völlig in Ordnung, weil unsere Ziele sich ganz unterschiedlich entwickeln dürfen. Unsere Ziele dürfen sich verändern, sie dürfen mehr Motivation brauchen, dürfen eine Absage bekommen oder sich überhaupt als nicht interessant erweisen.

In diesem Glossar möchte ich dir meine Empfehlung als Coach, als Frau und Mutter geben, worauf du achten kannst, wenn es um Ziele setzten und erreichen geht.

Achtsamkeit

Lerne achtsam mit dir umzugehen, deiner inneren Stimme zu zuhören und eine Resonanz auf deine Ziele zu bekommen. Nicht alles, was auf den ersten Blick als gutes Ziel erscheint, muss auch ein gutes Ziel für dich bedeuten.


Angst

Angst aufgrund der vergangenen Erfahrungen. Diese Angst meldet sich dann, wenn du bereits etwas versucht hast und es klappte nicht. Du versuchst immer wieder das gleiche Ziel zu erreichen, aber es gelingt dich nicht. Beispielsweise, kann es dir passieren, wenn du bereits ein Burnout oder Überforderung im beruflichen Kontext erlebt hast. Du könntest bei einem Wachstumsziel es wieder mit der Angst zu tun bekommen, weil du glaubst, wieder im Burnout zu landen. Diese Angst zu erkennen ist wichtig. Sie hat mir deinen Zielen und deiner heutigen Situation nichts mehr zu tun.

Angst vor der Zukunft.  Diese Angst kommt dann, wenn du nicht genau weiss, ob du das richtige tust. Wie kannst du das am besten herausfinden? Ich schwöre auf eine starke Vision. Daraus entsteht kraftvolle Motivation, die dich bei deinem Tun langfristig unterstützen kann. Angst vor der Zukunft hat auch etwas positives – sie bringt dich zum nachdenken. Sei offen und ehrlich zu dir, gib es zu, dass du Angst hast. Frage dich, wovor hast du eigentlich Angst? Es passiert nicht selten, dass Frauen Angst vor Erfolg haben. Sie glauben, ihr Leben würde sich dann so schnell verändern, dass sie gar nicht mehr mit kommen. Kommtst du mit deiner Angst nicht alleine klar? Dann lohnt es sich, mit einem Coach zu arbeiten und gemeinsam durch die Angstphasen und Visionbildungsphasen zu gehen.


Berufung finden

Bevor ich mich in das Thema Visionsfindung vertieft habe, habe ich mich mit Berufung auseinandergesetzt und sogar ein kleines Buch auf Russisch über das Thema „Berufung finden“  geschrieben.

„Finde deine Berufung und du musst nicht mehr arbeiten.“

Diesem Zitat stimme ich nicht mehr zu. In meinen Coachings erlebe ich viele Frauen, die nach DER Berufung suchen und oft alles weitere ablehnen oder aufgeben. Leider ist die „wahre Berufung“ oft nicht dort versteckt, wo wir diese suchen, sondern kommt erst dann, wenn wir viel Zeit in ein Thema investiert und Expertise aufgebaut haben.  Ich empfehle zuerst eine klare Vision zu formulieren und davon eine Mission abzuleiten. Unter Mission verstehe ich Tätigkeiten, Aktivitäten, die ich ausprobieren werde, um meine Vision umzusetzten. Beispielsweise, finde ich nicht, dass meine Berufung Coaching ist. Ich habe eine starke Vision: Frauen zu unterstützen, eine erfolgreiche Karriere aufzubauen und auf Kinder und Familie nicht verzichten zu müssen. Coaching ist mein treuer Begleiter auf diesem Weg. Ich möchte mich aber nicht aufs Coaching festlegen, sondern gehe mit offenen Augen weiter und schaue, was könnte mich noch dabei unterstützen, meine Vision umzusetzten. Wo sind meine Talente, meine Stärken?

Der Vorteil von diesem Zugang ist, dass ich mich nicht unbeding auf ein Beruf = Berufung festlege, sondern mir eine freie Wahl für die weitere Entwicklung lasse. Wenn ich bedenke, wie viele neue Berufe jedes Jahr entstehen, macht es Sinn.


Beste Freundin für dich sein

Stellt dir vor, du wärst deine beste Freundin. Seit nicht zu kritisch, setzte dich nicht unter Druck, auch wenn es mit Zielen nicht so schnell klappt, wie du es dir vorgestellt hast.


Das Leben passieren lassen

Um deine Ziele zu erreichen, brauchst du eine gesunde Balance zwischen „Fokussieren“ und „Das Leben passieren lassen“. Bist du zu stark auf ein Ziel fokussiert, kannst du leicht andere Chancen und Möglichkeiten übersehen. Aus diesem Grund sehe ich solche Zielsysteme wie SMART mit festen Deadlines ziemlich kritisch. Es führt oft dazu, dass Ziele fallengelassen werden, weil sie in einer festgesetzen Frist nicht erreicht werden, obwohl sie doch wichtig sind. Lasse das Leben passieren – treffe dich mit Menschen, die auf den ersten Blick mit deinem wichtigsten Ziel nichts zu tun haben, lies man ein Roman oder beschäftige dich mit Zielen aus anderen Bereichen, wenn du stark auf dein Beruf fokussiert bist. Oder hole dir einen Buddy – eine Person, mit der du ohne Druck dich über deine Ziele austauschen kannst.


Fehler machen dürfen

Ich frage mich oft – wann ist bei Zielen ein Fehler überhaupt ein Fehler? Bei den meisten Zielen musst  du viel Lernen und Fehler gehören dazu, bei den anderen Zielen bedeutet „Fehler machen“ auch erkennen, dass das gar nicht dein Ziel ist.


Fokussieren

Möchtest du deine wirklichen Ziele erreichen und eigenen Weg gehen? Dann empfehle ich dir, dich immer wieder zu fokussieren. Das Ausmaß an Information, die auf uns gerade einprallt, kann dazu führen, dass du deine eigentlichen Ziele aus den Augen verlierst.  Fokussieren bedeutet für mich:

  • Sich mit der Vision beschäftigten und daraus Motivation schöpfen.
  • Ziele untersuchen, warum hat es gerade nicht geklappt, was kann ich anders machen?
  • Kleinere Ziele an einer großen Vision ausrichten.
  • Große Ziele in kleine Schritte teilen und als Erstes einplanen.  Eine schöne Frage am Ende des Tages lautet: Was habe ich heute für meine Vision gemacht?

Jeden Tag etwas für deine Lebensziele tun

Oft glauben wir irrtümlich, wenn einmal das richtige Ziel gesetzt ist, passiert ein Wunder und die Ziele erfüllen sich von alleine. Aus meiner Erfahrung ist das nicht so. Manche Ziele gelingen so schnell und gut, weil wir uns bereits im Unterbewusstsein darauf vorbereitet haben. Erlaubst du dir dann ein bestimmtes Herzensziel anzugehen, ist es wir ein Wunder, wie schnell das erreicht wird. Beispielsweise erlebe ich das oft, wenn ich mit Frauen über die Gründung eigenes Business rede. Wir stellen schnell fest, dass sie bereits ein ziemlich umfassendes Wissen zu dem Gründungsthema angeeignet haben und es ist ihnen gar nicht mal aufgefallen.

Jeden Tag etwas für die Lebensziele tun ist wichtig und braucht Routinen. Egal wofür du dich entscheidest – es kann ein Mind Movie, deine persönlichen Affirmationen, Schreiben von Morning Pages oder Journaling sein. Manche Menschen brauchen Fragen, die sie zum Nachdenken bringen. Ich mag beispielsweise ausergewöhnliche Fragen „Wenn dein Ziel ein Tanz wäre, was wäre es für ein Tanz?


Motivation

Kaufe keine neuen Turnschuhe oder extrinsische Motivation. Kennst du es vielleicht von dir auch – du möchtest dich für ein bestimmtes Ziel motiveren und bereitest dich erstmal vor. Beispielsweise, kaufst dir neue Turnschuhe, um mehr Sport zu machen. Oder ein neues Buch über kreatives Hobby, um mehr Freizeit zu haben. Es könnte gut funktionieren, meistens aber nicht, weil uns die innere Motivation für dieses Ziel fällt. Am besten zeige ich es dir an meinem eigenen Beispiel. Ich wollte sehr lange Zeit joggen. Ich habe es mir immer so schön vorgestellt, wie ich jeden Morgen durch die Strassen und Parks laufe und das Wetter und meinen Körper geniese. Ich habe sogar in einem Ort gewohnt, wo direkt hinter meinem Haus die Weinberge waren und die Male, dass ich gejoggt bin kann ich sicher an einer Hand abzählen. Irgendwann habe ich mich gefragt – wass will ich wirklich? Joggen oder  etwas anderes? Ich wollte joggen, weil ich dachte es ist cool. Eine joggende, sportliche Businesswoman, die alles inklusive ihren Körper unter Kontrolle hat. Nachdem ich mein Fokus auf Gesundheit und gutes Körpergefühlt gesetzt habe, habe ich Nordic Walking für mich entdeckt. Übrigens, eine Sportart, die für das finnische Langlaufteam erfunden wurde, damit das das ganze Jahr gut trainieren konnte. Das ist die sogenannte intrinsische Motivation, die mich anleitet. Probiere es aus und überlege dir, was du wirklich willst. Eine gute Motivation geht am besten über eine starke Vision.


Selbstbestimmt leben

Denke ich über die Selbstbestimmtheit der Frauen nach, geht es mir oft um einfache Zufriedenheit mit dem Leben und dem was gerade passiert. Mehr Vorteile im heutigen Leben sehen, eigene Tools und Rituale, die gut tun zu haben. Sich selbst gut kennen oder gerade intensiv kennenlernen und ausprobieren, was dir gut tut oder Energie bringt. Nicht, weil du es irgendwo gesehen oder gelesen hast, sondern, weil du es erlebt und selbst ausprobiert hast. So war es mit mir und Sport. Mittlerweile zählt Nordic Walking zu meiner Lieblingssportart. Ich liebe ich es in meinem Thempo durch ein Park oder Wald zu spazieren, zur Ruhe zu kommen, entspannt sein.


Unterstützung eines Coaches holen

Als Coach sehe ich mich ganz klar als Advokateur der Ziele Ich möchte, dass du deine Vision folgst und deine Ziele erreichst. Ich bin darin geschult, ein Prozess zu gestalten, das dich dabei unterstützt.  Für mich ist Coaching keine Berufung, sondern eine Methode, eine Haltung, die mich und meine Kundinen dabei unterstützt, ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben zu führen.  Da ich in meiner Arbeit wert auf ganzheitliche Prozesse lege, gibt es für mich nichts schöneres zu beobachten und meine Kundinen dabei zu begleiten, wie sie neue beruflichen Wege gehen, Kinder bekommen oder bewusst großziehen und sich zu wunderbaren, starken Frauen entwickeln.


Vision definieren

Vision bedeutet deine Antwort auf die Frage: Warum tue ich das, was ich tue?  Was ich über Vision nicht alles bereits gelernt habe. Ehrlich gesagt, sehe ich das ziemlich pragmatisch. Eine Vision zu haben ist ein Garant für deine langfristige Motivation. Als ich zum Beginn meiner Selbstständigkeit mit Workshops über Leadership und Businessmodelle begonnen habe, habe ich das Thema „Visionsfindung“ eher im beruflichen Kontext angesiedelt gesehen.  Bis ich dann beim Schreiben über „das weibliche Work-Life-Dilemma“ drauf kam, es wäre doch nicht schlecht, wenn karriereorientierte Frauen so eine ganzeheitliche Lebensvision hätten. Stephen R. Covey hat mir dann die erste Vorlage für die Visionsfindung geliefert. Was ich über Vision herausgefunden habe, dass sich sich im Laufe der Zeit kaum verändert. Es wärmt mir mein Herz, gibt meinem Leben Sinn und auch ein Schub für die weitere Entwicklung. Im meinem eigenen System, dass ich Life Goals Canvas genannt habe, bringe ich meinen Kundinen bei, die kurzfristigen Ziele von einer großen, mächten Vision abzuleiten und so eine sinnvolle Verbindung herzustellen. Diese Verbindung bringt Zuversicht, Freude und motiviert ungemein, an den langfristigen Zielen dran zu bleiben.


Work-Life-Dilemma

Der ewige Run nach Work-Life-Balance endet oft in einer Falle – dem Wunsch, allem und allen gerecht zu werden. Persönliche Entwicklung, Karriere, Familie. Es werden ehrgeizige Ziele gesetzt und terminiert, es wird optimiert, Fehler dürfen auf keinen Fall passieren, Essen nur nach Absprache mit einer ErnährungsApp. Das Gegenteil von einer Balance tritt ein. Ganz schnell kann es zu einem Dilemma werden. Irgendwann in diesem Stress verliert sich der Glaube, dass die Vision und langfristigen Ziele überhaupt möglich zu erreichen sind.

 

Das Glossar ist noch nicht vollständig und das ist auch in Ordnung so. Schreibe mir gerne Begriffe über Ziele oder deine Fragen, die du in diesem Glossar sehen möchtest.

Die Autorin: Natalia Schweizer

Ich bin eine bekennende Optimistin, leidenschaftliche Mutter und Schreiberin. Als praktizierende Coachin ACC ICF und Unternehmensberaterin unterstütze ich ambitionierte Menschen, die sowohl eine gut gehende Karriere/Business als auch ein erfülltes Familienleben führen wollen und bereit sind, etwas aktiv dafür zu tun. Ich lebe und arbeite in deutscher, russischer und englischer Sprache und verbinde so in meiner Methodenwahl Fachkenntnisse und Praxiserfahrungen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen.

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12 von 12 im Mai

Heute schreibe ich meinen ersten 12 von 12 Blogbeitrag und bin gespannt. Diese Tradition geht auf die Caroline von „Draußen nur Kännchen“ die „12 von 12“-Blog-Tradition im deutschsprachigen Blogger Raum am Leben hält.

 

Der Morgen beginnt mit Morning Pages und 5-Jahres-Tagebuch. Ich schreibe einfach mal los und lade alle meine Gedanken ab. Mittlerweile tut es mir richtig gut, auf dem Papier zu denken und über meine Pläne für den Tag zu reflektieren.


Das Muttertag-Wochenende haben wir in Český Krumlov vebracht und meine Tassenkollektion wurde größer. Ich habe mir nämlich vor Jahren eine Tradition überlegt, damit meine Reisemitbringsel mehr Sinn ergeben, gehe ich in einem neuen Ort auf die Suche nach einer Tasse, die ich später auch verwende. So kann ich mich an schöne Reisen und Zeiten erinnern.


Heute war das Abschlusstreffen meiner Selbsterfahrungsgruppe, die genau 50 Wochen gedauert hat. Das war das erste Mal für mich, dass ich mich so intensiv mit meinem Beruf als Coach und meiner Persönlichkeit auseinandergesetzt habe. Das Tolle daran ist, dass ich mich im Laufe dieser langfristigen Begleitung selbst endlich getraut hab, meinen Kundinnen ein langfristiges Coachingprogramm anzubieten. Auf diesem Heft steht „Auf zu neuen Ufern“. Ich freue mich den weiteren Weg ein Stück alleine zu gehen, obwohl ich meine Kolleginnen und unsere Therapeutin sicher vermissen werde.


Seit einem Monat circa habe auch ich für mich die Bowls als leckeres Essen entdeckt. Etwas Gekochtes, etwas Frisches, würzig und süß – genau nach meinem Geschmack. 


Meine Lieblingsfriseurin hat sich selbstständig gemacht. Hurra! Nach einigen Monaten Vorbereitung und Übergabeangelegenheiten hat sie nun wieder offen und ich einen neuen Sommerhaarschnitt. Ich finde es toll, im eigenen Bezirk Menschen zu kennen und sich auszutauschen. Lange Zeit hat mich das nicht interessiert, vielleicht hat Corona doch etwas damit zu tun, dass wir uns mehr auf der menschlichen Ebene begegnen.


Soweit ich mich erinnern kann, hat unser 7. Bezirk in Wien am wenigsten Grün und Parkanlagen. Um so mehr freut es mich, wenn die Caffeehausbetreiber:innen ihre Schanigärten so schön blumig gestalten.


Ich mag es sehr, dass mein Arbeitsplatz mit einem rollbaren Stehtisch sich schnell umgestalten lässt. Mal ist meine Whiteboard eine Motivationstafel mit meinem Life Goals Canvas und meinen Zielen drauf und mal ist sie schlicht und weiss als Hintergrund, falls ich eine Gruppenveranstaltung habe. Ich arbeite seit 2015 bereits online, wie schnell die Zeit doch vergeht.


Morgen darf ich einen Impulsvortrag halten und ich gehöre tatsächlich zu den Menschen, die noch am Abend davor ihre Präsentation gestalten. Nachdem ich mir das erlaubt habe, kam ich wirklich in eine Art Arbeitsflow – ich sammle die ganze Zeit Ideen, schreibe meine Gedanken, mögliche Strukturen auf und dann kurz vor der Veranstaltung gestalte ich die letzte Version und freue mich auf die Veranstaltung.


Egal wie früh oder spät mein Sohn verlang nach einer Vorleserunde. Heute war mal „Das hässliche Entlein“ dran und mein Sohn wurde dabei richtig emotional. Als Eltern denkst du, ah, einfach eine nächste Geschichte und merkst dann, was diese Geschichte für deine Kinder für eine Bedeutung hat.


Habe noch für die Teilnehmende vom morgigen Impulsvortrag etwas Lustiges überlegt – ein Optimismus-Werkzeugkoffer zusammenzustellen 🙂 Freue mich sehr.


Das war er – mein erster 12 von 12 Blogbeitrag, der dieses Mal mit 11 Bildern auskommen musste 🙂 Na ja, mir hat es doch gut gefallen.

Die Autorin: Natalia Schweizer

Ich bin eine bekennende Optimistin, leidenschaftliche Mutter und Schreiberin. Als praktizierende Coachin ACC ICF und Unternehmensberaterin unterstütze ich ambitionierte Menschen, die sowohl eine gut gehende Karriere/Business als auch ein erfülltes Familienleben führen wollen und bereit sind, etwas aktiv dafür zu tun. Ich lebe und arbeite in deutscher, russischer und englischer Sprache und verbinde so in meiner Methodenwahl Fachkenntnisse und Praxiserfahrungen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen.

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What Defines Me – 100 Fakten über mich

Seit April bin ich in einer neuen Community – Working Out Loud #FrauenStärken. Im Prinzip geht es dabei um eigene Sichtbarkeit mit den Dingen, die einem wichtig sind. Es gibt jede Woche Gruppenarbeit an eigenen Zielen in einer Kleingruppe und ergänzend noch Wochenaufgaben. Eine davon ist: 10 oder mehr Fakten über sich aufzuschreiben und sie entweder in der kleinen Gruppe, in der Community oder öffentlich zu teilen.

Bei der Auftaktveranstaltung hat John Stepper – Amerikaner und Gründer der WOL-Bewegung auf die Bitte, der soll sich in WOL-Manier mit 5 Fakten über sich vorstellen, gesagt: „What defines me… und dann seine 5 Fakten über sich mit uns geteilt.“  Mir gefällt die englische Bezeichnung „What defines me“ viel besser als „Fakten über mich“, ich sehe in diesem Satz sowohl die Anerkennung für die Vergangenheit als auch die Möglichkeit, diese Vergangenheit zu akzeptieren und weiterzugehen.

Hier sind meine 100 Fakten über mich – What Defines Me Today

  1. Ich 172 groß und war eins der größeren Mädchen in meiner Klasse.

  2. Ich bin in Russland geboren und aufgewachsen.

  3. Meine Mutter ist Russin mit polnischen Wurzeln.

  4. Mein Vater ist ethnischer Deutscher, der in Kasachstan aufgewachsen ist.

  5. Schweizer ist mein Familienname. Wenn ich mal heirate, werde ich auf einem Doppelnamen bestehen.

  6. Meine Lieblingsfarben sind Orange und Blau.

  7. Deutsch ist meine zweite Muttersprache, die ich erst mit 18 gelernt habe.

  8. Ich bin Diplom-Kauffrau und hab an einer FH Außenwirtschaft, Einkauf und Logistik studiert.

  9. Ich bin mit 38 Mutter geworden und bin gerne Mutter.

  10. Mein Sohn ist ein echter Wiener: hat Multikulti-Wurzeln, spricht zu Hause 2 Sprachen.

  11. Wir haben kein Auto.

  12. Ich bin 2022 zum ersten Mal mit dem Zug in 1. Klasse gefahren und habe eine 2-Stündige Online-Besprechung im Zug gehabt.

  13. Ich esse gerne Tomaten: als Tomate, als Salat, als Sauce.

  14. Ich habe nach dem Studium in Deutschland meinen ersten Job in Wien gekriegt und habe danach noch nie in Deutschland gearbeitet.

  15. 2022 habe ich Bowls als Mittagessen entdeckt und mich in die Vielfalt richtig verliebt.

  16. Ich habe 2018 ein Buch über das weibliche Work-Life-Dilemma geschrieben und es hat mir viel Arbeit und Freude bereitet.

  17. Ich bin Bloggerin.

  18. Ich habe am 13.05.2022 meinen ersten richtigen Impulsvortrag zum Thema Optimismus als Kompetenz gehalten.

  19. Ich reise sehr gerne mit meiner Familie. Wir waren gemeinsam bereits in Havanna, USA, auf Island.

  20. 2020 war ich das erste Mal richtig mit einem Campingwagen auf Island unterwegs und würde gerne in der Zukunft hin und wieder Campingurlaub machen.

  21. Ich habe ziemlich früh graue Haare bekommen und begonnen, sie zu färben. Ich weiß bis heute nicht, wie meine Haare in echt aussehen.

  22. Ich habe meine eigene Coachingmethode für die Zielfindung erfunden: Life Goals Canvas.

  23. Ich lebe seit 2009 zum zweiten Mal in Wien und fühle mich in meinem 7. Bezirk zu Hause.

  24. Die letzten Jahre schreibe ich mit roter Tinte und habe immer ein Notizbuch mit.

  25. Fast jeden Morgen schreibe ich 3 Seiten Morning Pages.

  26. Ich möchte lange und gesund leben und das ist wirklich wie ein Ziel in meinem Life Goals Canavs definiert.

  27. Ich liebe Neurowissenschaft und bin ein richtiger Fan.

  28. 2021/2022 habe ich zum ersten Mal eine 1-jährige Gruppentherapie gemacht und habe mich noch mehr so wie ich wirklich bin kennengelernt.

  29. Ich bin sehr emotional und habe eigentlich durch mein Kind lernen dürfen dazu zu stehen und gelernt, mit unterschiedlichen Emotionen umzugehen.

  30. Ich bin 44 Jahre alt und das Leben gerade macht mir großen Spaß.

  31. Ich praktiziere gerne Yin Yoga alleine, mit Unterstützung einer App.

  32. Ich möchte in der Zukunft „das nicht Digital Native zu sein“ weiter als Stärke ausbauen.

  33. Ich habe 2018 an einem Frauenlauf 5km in Nordic Walken teilgenommen.

  34. Ich arbeite in 3 Sprachen und sehe das zum Teil als Gehirngymnastik, mich mehrsprachig zu entwickeln.

  35. Ich habe mir mit über 40+Jahren ein Tattoo – eine Walflosse stechen lassen.

  36. Beruflich würde ich am liebsten jeden Tag mit Frauen an ihren Lebensvisionen arbeiten, sie zum Träumen bringen und bei der Umsetzung begleiten.

  37. Ich bin sehr gerne Coach und mag die Coaching-Haltung sehr.

  38. Als Kind habe ich in einem Chor gesungen und Klavierunterricht geschwänzt.

  39. Mein Partner hat in Edinburgh auf dem höchsten Berg von Schottland um meine Hand angehalten.

  40. Ich habe einen leichten Optimierungszwang und musste lernen zu entspannen.

  41. Ich praktiziere Achtsamkeit und habe das richtig gelernt ohne zu wissen, dass es mir mal nützlich sein wird.

  42. Ich habe mich in der Schwangerschaft gegen Risikogruppe-Untersuchungen (Frau 35+) entschieden.

  43. Ich habe geweint, als ich die Schule für meinen Sohn kennengelernt habe.

  44. Ich habe mal am Altai Kindern „Business Modell Canvas“ in einem Workshop beigebracht.

  45. Ich war öfters im Präsidium von Netzwerkvereinen, habe selbst mal mit einer Freundin ein Netzwerk gegründet.

  46. Ich lerne sehr gerne etwas Neues und freue mich, wenn ich das Wissen geballt weiter geben kann.

  47. Der Vater meiner deutschen Oma war Pastor und es hat mich berührt, als ich das erfahren habe.

  48. Ich bin eine Freundin der kleinen Schritte, egal ob beruflich oder privat.

  49. Manchmal fühle ich mich unwohl in meiner Haut, wenn ich merke, wie viel Energie ich gerade habe, es könnte für 2 Personen reichen.

  50. Ich lese gerne und war schon in meiner Kindheit ein Bücherwurm. Wie alle Frauen in meiner Familie, übrigens.

  51. Ich finde große, organisierte Netzwerkveranstaltungen furchtbar und traue mich meistens nicht, fremde Personen anzusprechen.

  52. Ich möchte meinen Sohn in Russisch selbst unterrichten.

  53. Über Geld zu sprechen, sich damit zu befassen, fällt mir teilweise schwer.

  54. Ich bin eine denkende Optimistin und glaube daran, dass ich mein Leben selbstbestimmt leben kann.

  55. Ich bin gerne in diversen Communitys unterwegs und liebe genauso starke Frauennetzwerke.

  56. Als mein Vater plötzlich verstorben ist, stürzte ich unerwartet in eine Krise und habe zum ersten Mal eine Psychotherapeutin aufgesucht.

  57. Hin und wieder träume ich davon, eine berühmte und produktive Krimiautorin zu werden.

  58. Ich schreibe seit 2012 als Hobby an einem Krimiroman und hoffe, irgendwann werd ich damit fertig.

  59. Ich bin sehr gerne im Wald und in den Bergen.

  60. Ich habe schon mal 1 Woche alleine im Kloster verbracht.

  61. Im Studium habe ich mich entschieden, auf Geschäfte mit Russland zu fokussieren, obwohl niemand mich unterstützt hat.

  62. Ich habe einen guten Job aufgegeben, weil ich in Wien leben wollte.

  63. Meine Vorfahren sind ziemlich oft umgezogen.

  64. In meinem Leben passieren oft glückliche Zufälle, egal ob neue tolle Menschen, Jobs oder andere guten Dinge.

  65. Ich habe 4 Jahre in Sankt-Petersburg gelebt und gearbeitet.

  66. Ich bin ein Fan von Eurovision Song Contest und war 2015 im Wien dabei. Damals war ich schwanger und habe mich mit Security angelegt, weil ich ein Brötchen reinschmuggeln wollte.

  67. 2016 habe ich ein Vortrag über Gleichberechtigung der Frauen in Deutschland und Österreich in Kuba gehalten.

  68. Ich bringe gerne Menschen zum Lachen und lache selbst gerne mit.

Weitere Fakten folgen…

Die Autorin: Natalia Schweizer

Ich bin eine bekennende Optimistin, leidenschaftliche Mutter und Schreiberin. Als praktizierende Coachin ACC ICF und Unternehmensberaterin unterstütze ich ambitionierte Menschen, die sowohl eine gut gehende Karriere/Business als auch ein erfülltes Familienleben führen wollen und bereit sind, etwas aktiv dafür zu tun. Ich lebe und arbeite in deutscher, russischer und englischer Sprache und verbinde so in meiner Methodenwahl Fachkenntnisse und Praxiserfahrungen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen.

Abonniere meinen Newsletter und werde Teil einer Community von Menschen, die sich sowohl für eine erfolgreiche Karriere/Business als auch für Kinder und Partnerschaft entscheiden.

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Was macht mich als Coach besonders?

Eine Frau im Businessanzug

In meiner Arbeit geht es mir sehr stark darum, anderen Frauen zu zeigen, sie sogar davon zu überzeugen, dass sie etwas Besonderes sind. Dass sie heute und jetzt die Möglichkeit haben, ihren eigenen Weg zu bestimmen und diesen zu gehen. Mittlerweile weiß ich gut über meine Stärken Bescheid. Das war nicht immer so. Es ist ein Weg, den ich bereits fast 15 Jahre gehe und ständig etwas Neues über mich herausfinde. Aber es lohnt sich auf jeden Fall. Hier ist mein Status Quo.

Falls du mich persönlich kennst und dir noch etwas einfällt, was ich über mich nicht geschrieben habe, schreib es in Kommentaren, ich würde mich freuen.

 


Es ist mir wichtig, Frauen zu inspirieren

Wenn Frauen mit mir an ihren Zielen arbeiten und wir der Fragestellung „Was möchtest du auf dieser Welt verändern?“ nachgehen, passiert es nicht selten, dass sie sich nicht trauen, eine Antwort darauf zu finden. Dann erkläre ich, dass eine gute Vision eine ziemlich starke und langfristige Motivation bedeutet. Das ist für den Aufbau einer Karriere oder Business unerlässlich.

Natürlich möchte ich, dass Frauen nach den Sternen greifen, aber gleichzeitig nicht den Boden unter den Füßen verlieren.  Eine Inspiration, die nicht auf  „Tun, Tun, Tun“ aufgebaut ist, sondern auf „Eigenen Weg gestalten“. Zu mir kommen Frauen, die sich ein Leben wünschen, der in ihrer Familie noch keine Frau davor gelebt hat. Und es kann Angst machen. Eine wohlwollende Inspiration ist hier angebracht.

Beispiel aus der Praxis: Wenn ich Frauen begleite, die sich selbstständig machen möchte, schauen wir ganz genau, wie es gerade mit Ressourcen und Unterstützung aussieht. Aus den Medien sieht man oft Erfolgsgeschichten nach dem Motto „Ich habe alles abgebrochen und meinen Weg gegangen“, es muss aber nicht für jede Frau passen. Eine Vision und starkes Business kann sich auch neben einem Nebenjob oder Kind entwickeln.

 


Ich kann gut beobachten und Zusammenhänge erkennen

Ich habe mich eigentlich schon immer für Menschen und ihre Geschichten interessiert. Als ich angefangen habe, mich in der Arbeitswelt zurechtzufinden, befand ich mich oft in Situationen, dass ich Menschen einfach beobachtet habe. Zuerst vermutlich aus einem Defizit heraus, ich bin ja mit 17 Jahren nach Deutschland gekommen und musste die deutsche Sprache und Kultur von null auf lernen. Auch die Arbeitskultur. Lernen heißt viel beobachten. Es hat sich schnell herausgestellt, dass Beobachten eine der Stärken ist, auf die ich gut zählen kann. Später als ich in großen Projekten gearbeitet habe, habe ich gelernt, Zusammenhänge zu erkennen und Dinge zu strukturieren. 

In meinen Coachings bin ich von dieser Chance fasziniert – etwas, was in der Luft schwebt, sichtbar zu machen. Aus einem Traum etwas ganz Konkretes entstehen zu lassen.

Beispiel aus der Praxis: Eine Kundin erkennt bei Ihrer Visionsfindung in unserem Life Goals Canvas Sprint, dass jetzt die Zeit gekommen ist, sich mehr um ihre Finanzen zu kümmern. Es wird ihr klar, dass der berufliche Traum, der sich für sie richtig gut anfühlt, Geldinvestitionen bedarf. So kommen wir aufs Geld zu sprechen und können gemeinsam in ein wichtiges Thema eintauchen, dass bei Frauen leider noch viel zu oft tabuisiert ist. Konkrete Schritte überlegen, was sie heute tun kann, um ihrem Traum, Ihrer neuen Vision näherzukommen.  

 


Was ich bereits gelernt habe

Lifelong Learning ist meine Lebensessenz. Ich lerne ständig etwas Neues und habe es gerne, wenn ich meine neuen Kenntnisse gleich anwenden darf. Diese Lern- und Experimentierfreude gebe ich auch gerne an meine Kundinnen weiter. Wie oft haben wir von etwas irgendwo gelesen, aber ausprobiert haben wir es nie. 

Lernen und Ausprobieren ist meine Devise. So war es auch mit Coaching. Ich hatte Coaching im Jahr 2008 im Rahmen einer Leadership Weiterbildung kennengelernt und war sofort begeistert. Damals war ich Büroleiterin in Russland und durfte meine neu gewonnenen Kenntnisse mit meinem Team ausprobieren. 

Jahre später als ich die nächste längere Ausbildung wählen wollte, habe ich mich für einen Diplomlehrgang in Management und Führungskompetenz entschieden und bin in Stakeholder Analyse und Diversity Themen eingetaucht. Endlich habe ich es verstanden, warum unsere russische Kundin:innen gesagt haben – wir feiern gerne mit Österreichern, aber Verträge schließen wir lieber mit Deutschen ab. Ich kann alles bieten. Ich habe in Deutschland studiert, in Österreich und Russland gearbeitet und projektbezogene Erfahrungen in anderen europäischen Ländern gemacht.

Ansonsten passiert es mir oft, dass ich zuerst durch meine Praxis und persönliche Erfahrungen Interesse für bestimmte Themen entwickle und erst dann die dazugehörige Ausbildung absolviere.

Ein Training der Achtsamkeit bei Ulricke Juchmann hat mir die Welt von Mindfulness eröffnet und ich bin besonders in den letzten Jahren wieder in die regelmäßige Praxis gekommen. Als ich in Sankt-Petersburg gearbeitet und gelebt habe, habe ich eine renommierte Rhetorikschule abgeschlossen. Es war richtig spannend, zusammen mit Politikern, Geschäftsfrauen und Unternehmer:innen zusammen zulernen.

Natürlich hat die Coachingausbildung im Jahre 2015 einen sehr wichtigen Platz in meinem Leben.

In meinem Lebenslauf schreibe ich dazu: „Nach Abschluss meiner systemischen Coachingausbildung im Jahre 2015 habe ich nicht nur ein Diplom in der Tasche, sondern auch Familienzuwachs in die Tragetasche bekommen. Seit dieser Zeit arbeite ich gerne online und habe meine Trainingskonzepte an die neuen Gegebenheiten angepasst und weiterentwickelt.“

Mehr zu meiner Ausbildung findest du in meinem LinkedIn Profil. 

 


Meine Arbeits-Methode

Ich arbeite sehr gerne mit Struktur. Auch wenn wir oft das Gefühlt haben, das wahre Leben mischt sich ein und macht unsere Pläne zunichte. Dem stimme ich nicht zu. Das Leben mischt sich ein und wir können entscheiden, was wir damit tun.

Was meine ich mit Struktur?   

Als ich vor 10 Jahren angefangen, als Gründungscoach zu arbeiten, haben viele Gründerinnen gelernt: für ein Business brauchst du ein Businessplan. Sie haben angefangen, diesen Plan zu erstellen und sind erfolgreich daran gescheitert. Die Gründung hat sich immer weiter verschoben. Glücklicherweise habe ich damals ein Tool namens Business Model Canvas von Alexander Osterwalder und Yves Pigneur kennengelernt und erfolgreich getestet. Diese Liebe zu Canvas – eine Art Karte zu erstellen habe ich beibehalten und vor einigen Jahren meine eigene – Life Goals Canvas – entwickelt.

In dieser Methode sind der Kopf und das Herz – Denkarbeit und Emotionen – vereint. Wir arbeiten sowohl an Zielen und konkreten Schritten, als auch an einer langfristigen, zündenden Vision und Gefühlen, die wir dabei empfinden möchten.

Eigene Vision zu erTräumen, zu erDenken, zu erFühlen und zu Erfüllen – das macht meine Methode aus.

Unsere Zusammenarbeit beginnt mit Erstellung eines Life Goals Canvas. In zwei Sprints erarbeiten wir zuerst eine Lebensvision und globale Ziele, danach geht’s um konkrete Lebensbereiche und Ziele, die in den nächsten Monaten zu erreichen wären.

Meine eigene Life Goals Canvas hängt immer an meiner Wand und erinnert mich in Zeiten, wenn es nicht alles so gut läuft, warum ich diesen Weg gewählt habe und diesen auch gehen möchte.

 

Beispiel aus meiner Praxis: Bei Erstellung von Life Goals Canvas und der langfristigen Vision ist meiner Kundin aufgefallen, dass sie nicht nur eine Kinderbetreuungsstätte gründen, sondern diese Kinder nach einer bestimmten Methode fördern möchte. Aha. Da sie nicht sofort bereit war, eine eigene Betreuungsstätte zu gründen, haben wir gemeinsam überlegt, wie sonst kann sie diese Methode, die sie für so wichtig hält, in die Welt bringen. Zum Beispiel, zu diesem Thema schreiben oder andere Anbieter untereinander stärker zu vernetzen… Nach unserem Coachinggespräch war sie richtig glücklich –  sie fand für sich einen Weg, wie sie bereits heute ihre Vision leben kann. 

Kundinnen, die bereits mehrere Jahre mit meiner Methode arbeiten, tauchen sehr gerne in das Thema „Ziele setzen“ ein, weil sie ganz genau wissen, wie gut es sich anfühlt – erfolgreich eigenen Weg zu gehen.  

 


Wenn im Coaching etwas nicht nach Plan läuft

Meine Kundinnen sind starke Frauen, die mit beiden Beinen fest im Leben stehen. Oft sind sie ziemlich fest davon überzeugt, dass sie selbst die einzig richtige Entscheidung wissen müssen. Sie wollen zunächst von einem Coach – ein Tool, eine Übung, so dass sie weiter kommen. Der Fokus liegt auf der Entscheidungsfindung und nicht auf den wahren Wünschen der Person. Im Coachingprozess kann dann passieren, dass wir zu außergewöhnlichen, nicht erwarteten Ergebnissen kommen.

So dass nach Businesscoaching der Wunsch nach einem Kind stärker wird und glücklicherweise in Erfüllung geht.

Oder einer Frau klar wird, dass sie momentan keine Kinder möchte. Ihr berufliches Vorhaben hat so eine starke Vision, dass sie dadurch vielen Kindern helfen kann und möchte. Eine weitere Kundin wollte ins Geschäft ihres Mannes einsteigen und hat dann im Coaching erstmal herausgefunden, dass sie zunächst viel Zeit und Raum für sich und ihre Kreativität braucht. Sie entschied sich, im Angestelltenjob zu bleiben. 

 


Meine Überzeugungen

Einer meiner wichtigsten Werte ist die Freiheit. Ich glaube fest daran, dass jeder Mensch sich zu einem glücklichen und zufriedenen Wesen entwickeln kann. Ich bin davon überzeugt, dass es nie zu spät ist, einen eigenen Weg zu definieren und diesen zu gehen.

Ich bin davon überzeugt, dass wir im Business mehr Frauen brauchen. Dabei bin ich genauso zu hundert Prozent davon überzeugt, dass Kinder kein Hindernis für Karriere darstellen.

Ich halte viel von langfristigen Partnerschaften und davon, dass auch in einer langfristigen Paarbeziehung Partner:innen sich selbstständig entwickeln dürfen.

Ich möchte in diesem Leben mein Potenzial ausleben, „mich noch in diesem Leben verbrauchen“, so dass ich am Sterbebett nichts bereue. 

Die Autorin: Natalia Schweizer

Ich bin eine bekennende Optimistin, leidenschaftliche Mutter und Schreiberin. Als praktizierende Coachin ACC ICF und Unternehmensberaterin unterstütze ich ambitionierte Menschen, die sowohl eine gut gehende Karriere/Business als auch ein erfülltes Familienleben führen wollen und bereit sind, etwas aktiv dafür zu tun. Ich lebe und arbeite in deutscher, russischer und englischer Sprache und verbinde so in meiner Methodenwahl Fachkenntnisse und Praxiserfahrungen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen.

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Was ist Coaching für mich?

Berge in Österreich

Hättest du mich vor 6 Jahren, nach Abschluss meiner Coachingausbildung, gefragt, was Coaching ist, hätte ich vermutlich – ein Wunder – gesagt. Du führst ein Gespräch mit Coach und plötzlich weißt du alles über dich – wer du wirklich bist, was du willst und siehst sogar die klaren Schritte, wie du dahin kommen kannst.

Mittlerweile weiß ich – der Mensch selbst ist ein Wunder und nicht das Coaching. Nur fällt es vielen Menschen schwer, sich so zu sehen und zu akzeptieren, wie sie wirklich sind. Zu viele Ängste, zu viele alte Glaubensmuster, zu viele falsche Role Models und zu wenig Wissen über die eigenen Stärken.

Coaching sorgt für Klarheit

Ein Coach begleitet dich durch diesen Prozess der Heraus-Findung des wahren Ichs und sorgt aus meiner Sicht vor allem für KLARHEIT.

  • Klarheit über dich und deine richtigen Wünsche

  • Klarheit darüber, wer du nicht mehr sein willst

  • Klarheit über Glaubenssätze aus deiner Familie, die du nicht mehr brauchst.

  • Klarheit darüber, wie dein eigener Weg ist und wo er hinführen soll.

Wann ist es sinnvoll, mit einem Coach zu arbeiten?

Deine Ziele machen nicht das, was du willst. Wahrscheinlich weißt du, wie du Ziele setzen kannst. Vielleicht, hast du auch eine Visual Board zu Hause und kommst trotzdem nicht weiter. Im Coaching nehmen wir diese Ziele auseinander, durchleuchten die Motivation dahinter und schauen gemeinsam, welche Schritte dich zu diesen Zielen hinbringen können. Oder ob diese Ziele überhaupt für dich relevant sind.

Es kann beispielsweise passieren, dass du dir einen neuen Karrieresprung wünschst. Das Ziel ist klar, nur kommst du nicht weiter. Es kann daran liegen, dass du unbewusst Angst hast, dass dein Privatleben dabei zu kurz kommt, dass du etwas im Leben verpassen wirst. Solange du für dieses Dilemma „Karriere oder Leben“ keine Lösung findest, kann dein berufliches Ziel blockiert sein.

Du möchtest dich beruflich neu orientieren, mehr Sinn in der Arbeit erfahren und hast keine Ahnung, wo du anfangen sollst. Als Coach bin ich geschult darin, Menschen beim Entwickeln von Zielen und Lösungsansätzen zu begleiten. Ich empfehle immer mit Gestaltung einer starken Vision zu beginnen. Und dann im zweiten Schritt die langfristigen / kurzfristigen Ziele zu definieren. Mein Coachingprogramm „Life Goas Canvas“ ist genauso gestaltet.

Du möchtest die Welt verändern und brauchst einen Denk-Raum, wo du so sein darfst wie du bist oder so wie du sein willst. Wenn ich mit meinen Klientinnen an ihrer Vision arbeite, kommt es oft vor, dass sie das erste Mal in ihrem Leben über ihre Vision sprechen – wofür sie sich in ihrem Leben einsetzten möchten. Oft bin ich erstmal die einzige Person, die an sie glaubt und sie darin bestärkt, unbeirrt ihren neu gewählten Weg zu gehen.

Was ich persönlich an Coaching schätze:

Lebenszeit für wichtige Dinge nutzen. Für mich persönlich bedeutet Coaching in erster Linie – Lebenszeit sparen. Ich weiß, dass ich durch die Arbeit mit einem Coach viel schneller zu richtigen Lösungen komme, alleine hätte ich Jahre gebraucht.

Fokus im Auge behalten. Ich bin ein sehr neugieriger Mensch und kann mich gleichzeitig für hunderte von Sachen interessieren. Die Gefahr dabei ist, Fokus auf das wichtigste zu verlieren und schleichend von eigentlichen Zielen abzuweichen. Coaching hilft mir, den Fokus an meinen Zielen nicht zu verlieren bzw. die Ziele auf Aktualität zu überprüfen.

Wertschätzung erfahren. Ich habe eine Vision und ich liebe sie. Nun passiert es durchaus, dass ich meinen Mut verliere, überhaupt nicht mehr daran glaube, dass ich es schaffen kann. Im Coaching erfahre ich eine Wertschätzung für mich als Mensch – ich darf als starke Frau Schwächen zeigen, als Coach nicht wissen, wie die Lösung aussehen könnte und als Expertin für Work-Life-Balance in einem Work-Life-Dilemma stecken.

Was ist mir in meiner Arbeit als Coach wichtig:

Struktur. Ich halte Struktur in einem Coaching-Prozess für wichtig. Dafür habe ich Life Goals Canvas als Roadmap fürs Coaching mit mir entwickelt.

Eigene Selbstreflexion hat Priorität. Es gibt kein besseres Kompliment für mich, als wenn eine Kundin sagt, dass sie lernt, selbst über ihre Situation zu reflektieren und eigene Entscheidungen zu treffen und dazustehen. In meinen Coachings lege ich viel Wert darauf, diese Selbstreflexions-Fähigkeit zu unterstützen.

Nachhaltigkeit. Es gibt Momente im Leben, wo es darum geht, etwas innezuhalten, etwas auszuhalten und nicht sofort weiter rennen. Oft ist es der Anfang von etwas Neuem und Wertvollen. Im Coaching geht es mir darum, nachhaltige Veränderungen im Leben meiner Klientinnen zu bewirken.

Wie du mit mir zusammen arbeiten kannst:

Ich habe ein 1:1 Begleitprogramm entwickelt, wo es darum geht „Ziele mit Herz setzen und mit Kopf umsetzen“. Hier kannst du dir die genaue Beschreibung anschauen und dich für das Coaching mit mir bewerben.

<< LIfe Goals Canvas Programm >>

Hast du Fragen, stelle sie bitte in Kommentaren, ich freue mich.

Die Autorin: Natalia Schweizer

Ich bin eine bekennende Optimistin, leidenschaftliche Mutter und Schreiberin. Als praktizierende Coachin ACC ICF und Unternehmensberaterin unterstütze ich ambitionierte Menschen, die sowohl eine gut gehende Karriere/Business als auch ein erfülltes Familienleben führen wollen und bereit sind, etwas aktiv dafür zu tun. Ich lebe und arbeite in deutscher, russischer und englischer Sprache und verbinde so in meiner Methodenwahl Fachkenntnisse und Praxiserfahrungen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen.

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