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Ziele mit Herz setzen und mit Kopf umsetzen

Blog Natalia Schweizer

Immer mehr Frauen legen Wert darauf, sich zwar um ihr berufliches Vorankommen zu kümmern, aber gleichzeitig auf ein erfülltes Leben nicht verzichten zu müssen.

Das Problem dabei ist – sie wissen nicht, wie sie das erreichen.

Wo fange ich an? Was priorisiere ich? Wie aufwendig muss meine Planung sein?

In diesem Beitrag zeige ich dir ein System der Bestimmung und der Erreichung der Ziele, das dich dabei unterstützen kann, dein eigenes Leben so zu gestalten, dass es genügend Zeit und Freiraum für die eigene Person, eine erfolgreiche Karriere und zufriedenes Familienleben gibt.

Warum bin ich mit so sicher? Weil ich dieses System selbst durchlebt und aus meiner (Lebens)Praxis heraus entwickelt habe.

Ich liebe Ziele. Ich habe das Setzten der Ziele im beruflichen Kontext gelernt, habe mich auch lange mit Time Management befasst und immer das Gefühl gehabt, dass Etwas für mich nicht gestimmt hat. Zuviel Druck, zu wenig Motivation. Ich vermisste die Leichtigkeit. So habe ich mich auf die Suche nach einem System gemacht, das beides hat – eine einfache Struktur und eine emotionale Komponente. So habe ich mit der Zeit, mein eigenes System entwickelt, das ich bereits an meine Kundinnen weiter geben darf.

Das System heißt Life Goals Canvas und besteht aus 8 Schritten:

  1. 1
    Visionsreise: Entwicklung einer nachhaltigen Lebensvision.
  2. 2
    Mission: Wie kann ich meine Vision umsetzen?
  3. 3
    Big Goals: Worauf möchte ich mich langfristig fokussieren, damit ich meine Vision leben kann?
  4. 4
    Steps: Wie sollen für die nächsten Monate meine konkreten Ziele/Schritte aussehen, dass ich weiß, mit jedem Schritt komme ich meiner Lebensvision näher.
  5. 5
    Emotionen: Wie möchte ich mich dabei fühlen?
  6. 6
    Resources: Welche Ressourcen habe ich bereits?
  7. 7
    Skills: Was muss ich können, damit ich meine Ziele erreiche?
  8. 8
    Networking: Welche Menschen/Organisationen können mich unterstützen?

Wenn ich Frauen frage, was sie brauchen würden, damit sie weiter an ihrem Business, an ihrer Karriere, an ihrer Verwirklichung arbeiten, lautet oft die Antwort: “ich möchte das Gefühl haben, dass ich in mir eine Stütze habe – eine innere Stütze, die mir bestätigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin“

Interessanterweise, um diese Stütze zu entwickeln, brauchen wir zuerst einen Leitstern, eine Vision.

Vision

Vision ist etwas, das dich langfristig in deinem Leben motiviert und für dich gültig ist. Dabei kannst du dich verändern, deinen Beruf oder Familienstand wechseln. Die Vision bleibt.

Eine der Fragen, die du dir stellen kannst um deiner Vision näher zu kommen könnte so lauten:

Warum tue ich das was ich tue?

Meine Vision, beispielsweise, lautet:

Ich möchte, dass meine Kinder und Enkelkinder in einer Welt leben, wo Frauen sich keine Gedanken über die Wahl zwischen Karriere oder Familie verschwenden, sondern selbstständig ein eigenes Lebensmodell entwickeln und ihre berufliche Laufbahn gestalten.

Mission

Hast du eine starke Vision, kannst du leichter ins Tun kommen. Und deine eigene Mission definieren - Wie kann ich meine Vision umsetzen? Was kann ich dafür tun, dass meine Vision Realität wird?

In diesem Schritt geht es oft um Talente, wir sprechen über Berufung und einfache Tätigkeiten – wie Blog schreiben oder Podcast zu einem bestimmten Thema aufnehmen und so deiner Vision eines besseren Welt näher kommen.

Big Goals

Im dritten Schritt kannst du dann deine langfristigen Ziele aufschreiben – BIG GOALS. Ich empfehle dir in diesem Schritt noch keine zu spezifischen Ziele zu setzen. Sei großzügig und lasse auch zu, dass das Leben, andere Menschen, Schicksal oder sonstiges dich ebenfalls unterstützen können.

Steps

Im nächsten Schritt schlage ich dir vor, eine Planung für die nächsten 12 Monate vorzunehmen - STEPS. Ja, es ist ganz egal wo du gerade stehst, du kannst jederzeit mit der Planung beginnen. Du brauchst dafür kein Montag, keine Monatsanfang. Starte dort wo du gerade stehst, es ist immer die beste Zeit für einen Neuanfang.

Bei der Planung finde ich es wichtig, darauf zu schauen was du bereits gut kannst (RESSOURCES), was du noch lernen musst (SKILLS), wer dich unterstützen kann (NETWORK) und wie du dich dabei fühlen möchtest (EMOTIONS)?

Diese 4 Fragen stelle ich immer meinen Klientinnen, wenn ich sie bei der Konkretisierung der kurzfristigen Ziele unterstütze.

Die Ergebnisse werden dann in einer Art Chart zusammengetragen, dass ich Life Goals Canvas genannt habe. So hast du auf den ersten Blick deine Vision und die konkreten Schritte sichtbar.

So kannst du dich immer wieder mit deiner Vision – deinem Weg abgleichen und gegebenenfalls eine Wegkorrektur vornehmen.

Es gibt nichts besseres, als eine eigene Lebenskarte.

Ich wünsche dir eine gute Reise.

Der Beitrag spricht dich an, aber du hast gerade keine Zeit zum Lesen?

Kein Problem, du kannst gerne diesen Beitrag auf Pinterest speichern und später nochmal dazu kommen.

Blog Natalia Schweizer
Blog Natalia Schweizer

Möchtest du alleine mit Life Goals Canvas arbeiten, schreibe mit gerne eine E-Mail und ich schicke dir eine Vorlage als PDF zu, die du bequem als A3 oder AF Format ausdrucken und beschriften kannst.

Würdest du bei der Zielbestimmung Unterstützung brauchen, schauen dir mein Life Goals Coaching Programm an und melde dich zum kostenlosen Strategie-Gespräch an.

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#16 Nicht ausbrennen – 5 Tipps wie du schnell und unkompliziert deine Energie aufbauen kannst

Blog Natalia Schweizer

In Zeiten der Krise ist der Wunsch nach Veränderungen sehr stark. Besonders sind die Selbstständigen gefordert, schnell am Markt zu agieren und auf die neuen Kundenwünsche zu reagieren. Es ist schön und gut wenn du dich verändern möchtest, aber wenn du keine Kraft dafür hast, bringt es nichts. Besonders selbstständige Mütter sollen sich diese Frage stellen:

Sind deine Akkus für die langfristigen Veränderungen genügend aufgeladen?

Wenn nicht, fange lieber erst damit an.

Ich weiß genau wovon ich rede. Vor ein paar Jahren habe ich mich für ein Business-Coaching entschieden und war fest davon überzeugt – ja, jetzt werde ich mein Business komplett verändern. Ich werde alle Hausaufgaben erledigen, ich werde meinen Coach als Vorbild nehmen und einfach das tun was sie sagt. Und es wird funktionieren. Zur gleichen Zeit hatte ich massive Geldsorgen, mein Kind war zwei Jahre alt und wir sind vor kurzen in eine neue Wohnung eingezogen. Mein Energielevel was damals auf einer Skala von 0 bis 10 bei 3-4 und das bedeutet: „Erschöpfung, Unwille und Angst, mutige Schritte zu machen“. Keine gute Voraussetzung für nachhaltige Veränderungen.

Wir haben 10 Sitzungen zusammengearbeitet und tatsächlich habe ich ganz tolle Sachen gelernt, wie ich mich positionieren könnte. Ich nutze diese Learnings immer noch. Für die Umsetzung habe ich dann aber mehr als ein Jahr gebraucht, weil ich zuerst meine Lebens-Ressourcen aufbauen musste.

Was kannst du machen, wenn es dir gerade genauso geht und du mit ganz einfachen, aber sehr wirkungsvollen Mitteln deine Akkus aufladen möchtest?

Atmen. 

Es klingt so selbstverständlich, dass wir gar nicht mehr darauf achten. Nun ist das tatsächlich so, dass wir in Stresszeiten sehr gerne flachatmen und uns dadurch nicht gut mit Sauerstoff versorgen. Probiere Box-Atmung. Tiefes Ein- und Ausatmen sowie bewusste Pausen zwischen Atemzügen sorgen dafür, dass du mehr Kraft, mehr Energie spürst und dein Stress nachlässt. So geht das: Einatmen und bis vier zählen, 4 Sekunden die Luft anhalten, bewusst langsam ausatmen und bis 4 zählen, vor dem erneuerten Einatmen nochmal die Luft für 4 Sekunden anhalten. Du kannst auch gedanklich eine Box zeichnen: Einatmen-Lust anhalten-Ausatmen-Luft anhalten.  

In diesem Podcast erzählt Coach Kelly Swinger genau wie das funktioniert. https://de.player.fm/series/the-chrysalis-crew/take-a-breath

Morning Pages schreiben. 

Wie funktioniert das genau? Jeden Morgen setze dich als erstes hin und schreibe einfach los. Schreibe alle deine Gedanken runter, die in deinem Kopf herumschwirren. Nimm dir vor, mit einer A4 Seite zu beginnen und versuche einige Wochen einfach dranzubleiben. Ich habe die Morning Pages durch Julia Cameron kennengelernt und die ersten drei Monate nach ihrem Programm: Artist´s Way geschrieben. Danach hat sie ein Prozess des Denkens, SorgenRunterSchreibens auf dem Papier entwickelt, dass ich sehr nützlich finde. In schwierigen Situationen, wenn ich dazu neige, schnell und voreilig zu reagieren, setze ich mich hin und „kommuniziere“ mit der Person oder einer Fragestellung auf dem Papier. So habe ich bereits einige negative Reaktionen abgewendet und gute Kompromisse abgeschlossen.

Hier spricht Julia Cameron selbst über die Methode. https://juliacameronlive.com/basic-tools/morning-pages/

Lege dir eine Checkliste an: „Was bringt mir Energie? Was nimmt mir meine Energie weg?“ 

Ich habe in meinen elektronischen Notizenbuch „Evernote“ eine Checkliste mit all den Sachen, Erlebnissen, die mit gut tun – Energie bringen oder doch entziehen erstellt. Wenn wir Stress haben, passiert es oft, dass kleine Dinge, die uns gut tun, aus unserem Leben automatisch verschwinden. In solchen Zeiten kannst du diese Checkliste zu Rate ziehen und ein Paar ganz einfache Punkte in deinen Alltag aufnehmen bzw. dich von einigen wieder verabschieden.  

Sich positive Erlebnisse im Alltag mehr bewusst werden.

Oft bleiben wir an den Themen hängen, die uns nicht so gut gelingen. Wie grübeln Tag und Nacht und verpassen dabei ganz kleine, aber feine, schöne Erlebnisse, die eigentlich unser Leben ausmachen. Versuche dich auf 5 schöne Dinge am Tag zu fokussieren und dafür Dankbarkeit zu fühlen. Ich habe in meinem Google-Kalender ein Reminder „5 tolle Momente“ und schreibe ein paar Sätze in meinem Tagebuch 5 Punkte, was ich heute gutes erlebt habe. Es wirkt.

Bewegung

Wie oft sitzen wir an einer wichtigen Aufgabe und nehmen es uns vor, sich nicht von der Stelle zubewegen bis die Aufgabe erledigt ist. Falscher Zugang. Sich zwischendurch zu bewegen, Pausen zu machen, gibt unserem Gehirn eine Möglichkeit, wortwörtlich auf andere Gedanken zu kommen und neue Ideen zu entwickeln. Ich kann dir dazu die Pomodoro-Technik empfehlen: 45 Minuten arbeiten, 15 Minuten Pause. Versuche deine Arbeit in 45 Minuten-Pakete aufzuteilen und plane auch das was du in der nächsten Pause machen kannst.

Ich kann dir dazu die Pomodoro-Technik https://www.zeitblueten.com/news/pomodoro-technik/ empfehlen: 45 Minuten arbeiten, 15 Minuten Pause.

Wenn mehr Zeit da ist, ist ein Waldspaziergang angesagt. Wie fängst du am besten an? Ich habe mich vor drei Jahren einer Nordic Walking Gruppe angeschlossen und mein erstes Ziel war: ,,,,„ Jeden Monat abends von der Couch aufzustehen und zum Training zu kommen. Mehr nicht. So habe ich lang genug durchgehalten, um dann weitere Ziele stecken zu können. Setze dir lieber kleine dafür realistische Ziele.

Übrigens, habe ich in meinem Buch „Dem weiblichen Work-Life-Dilemma entkommen.“ ein Paar Tipps, wie es mit der Zielsetzung auch klappen kann.

Bleib bei dir.

Finde es heraus, was dir gut tut.

Tue nur das, was dir wirklich gut tut!

Mit meinen Klientinnen vereinbare ich übrigens von Anfang an, dass sie sich proaktiv bei mir melden und nach einer Ressourcen aufbauende Coaching-Sitzung fragen können, falls sie das Gefühl haben, sie brauchen das gerade.

Ich freue mich auf deine Tipps, Kommentare oder Themenvorschläge

Falls du mit mir zusammenarbeiten möchtest, melde dich zu einem unverbindlichen Vorgespräch an und lasse uns deine Situation genauer besprechen. https://natalia-schweizer.com/kontakt/

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#4 Selbstständig mit Kind: So bleibt dein Leben in Balance

Blog Natalia Schweizer

Gehörst du zu den Frauen, die oft vergessen, dass sie das wichtigste Kapital ihres Lebens, ihrer Familie und ihrer Firma sind? So findest du zu deiner Balance zurück.

Als ich vor drei Jahren mein erstes Kind bekam, war ich bereits einige Jahre selbstständig. Der Familienzuwachs und die damit verbundenen Verpflichtungen haben mein stark berufsorientiertes Leben ordentlich durcheinandergebracht. Ich habe meinen Weg gefunden und möchte mit dir ein paar Tipps teilen, die dir helfen, eine Balance zwischen den wichtigsten Lebensbereichen zu entwickeln und nicht auf etwas verzichten zu müssen.

Stelle dich in den Mittelpunkt

Ja, tatsächlich. Und zwar aus ganz pragmatischen Überlegungen. Du bist dein wichtigstes Kapital. Wenn es dir nicht gut geht, wird es kurz- oder langfristig dazu führen, dass du deine Verpflichtungen nicht erfüllen kannst, geschweige denn deine Träume verwirklichen. Wenn es dir gut geht, hast du mehr Kraft, andere zu unterstützen, an deinen geschäftlichen Zielen zu arbeiten und auch Konflikte und Probleme anzugehen. 

Regel Nummer 1 lautet daher: Baue eigene Energiereserven auf!

Strukturiere Haushalt und Familie so gut wie dein Business

Du willst in deinem Business vorankommen, findest aber zunehmend keine Zeit dafür, weil dir Familie und Freunde genauso wichtig sind? Es passiert nicht selten, dass Frauen nach der Familiengründung einfach nicht mehr dazukommen, sich mit geschäftlichen Zielen auseinanderzusetzen. Es fehlt die richtige Zeit, die Ruhe, um über die berufliche Entwicklung nachzudenken. 

Wenn du nicht willst, dass dein Business den Bach runter geht, lautet meine Empfehlung: Plane und strukturiere Haushalt und Familienzeit genauso, wie dein Business. So gewinnst du mehr Zeit, mehr Energie und mehr Lust, dich um deine geschäftlichen Zukunftspläne zu kümmern. Leben als Projekt ist die Devise – da gehört auch die Familie dazu!  

Lege Schwerpunkte fest und fokussiere dich immer wieder darauf

Es gibt unterschiedlichen Phasen in jedem Leben. Oft sehnen sich Frauen nach einem eigenen Business – und warten dann doch lieber ab, bis die Kinder größer sind. Ich empfehle, lieber darauf zu achten, dass du in jedem Lebensbereich – Ich/Business/Familie – Schwerpunkte festlegst und regelmäßig jedem Bereich ein wenig Zeit widmest. Dadurch hast du das Gefühl, im „Hier und Jetzt“ zu leben und läufst nicht Träumen oder unerfüllten Erwartungen nach.

Richte deine kurzfristigen Ziele nach der langfristigen Vision aus

Seit mehr als 15 Jahren beschäftige ich mich privat wie beruflich mit dem Thema „Ziele setzen und erreichen“ und habe die unterschiedlichsten Methoden ausprobiert. Heutzutage kämpfen wir damit, dass die tägliche Routine uns zuviel Zeit kostet und oft kein Raum für die wesentlichen Fragen bleibt: „Was wollte ich eigentlich langfristig erreichen? Warum will ich dieses bestimmte Ziel gerade jetzt erreichen? Was habe ich davon? Welche Rolle spielt es langfristig, wenn ich ein bestimmtes Ziel erreiche?“ 

Das führt dazu, dass die Motivation, deine Ziele zu erreichen, gleich Null ist. Meine Empfehlung lautet daher: Achte darauf, deine Lebensvision nicht aus den Augen zu verlieren, nimm dir Zeit, deine kurzfristigen Ziele mit den langfristigen abzugleichen und die langfristigen Ziele an deiner Lebensvision auszurichten. Diese Ausrichtung verhilft dir zu mehr Motivation, deine kurzfristigen Ziele heute und jetzt zu verfolgen.

Feiere deine Erfolge

Wie kannst du feststellen, ob du in deinem Business erfolgreich bist oder nicht? Der erste Impuls ist meistens, sich mit den Mitbewerbern zu vergleichen. Das kann eine Sackgasse sein. Jeder Mensch hat eine ganz andere Ausgangs- und Lebenssituation – und genauso eine eigene Definition von Erfolg.

Ich empfehle dir: Vergleiche dich mit deinem Bild von dir in der Vergangenheit und nimm zum Vergleich dein ganzes Leben. Es gibt sicher Momente im Leben einer Frau, wo das Business zu kurz kommt, dann wieder kommt die Zeit, wo die Kinder weniger Betreuung brauchen und du mehr Zeit und Energie in deine Karriere investieren kannst, die familiären Verhältnisse können sich verändern. Halte die Erfolgsmomente, die du heute erlebst, für die Zukunft fest (ich empfehle dazu das 5-Jahre-Tagebuch, ich nutze beispielsweise das von Leuchtturm 1917 https://www.leuchtturm1917.de/some-lines-a-day-5-jahres-buch-medium-a5-schwarz.html) – und genieße sie heute noch!

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#3 Das weibliche Work-Life-Dilemma: 5 Ideen, woran es liegen kann

Blog Natalia Schweizer

Die Grenzen zwischen Beruf und Privatleben werden immer schwammiger. Lohnt es sich noch, nach einer Work-Life-Balance zu streben? Wie kann eine karriereorientierte Frau ihr Leben so gestalten, dass es genügend Raum und Zeit sowohl für Familie als auch eigene Entwicklung bleibt?

Sie kam ins Coaching und erzählte, dass sie in einem Dilemma steckt. Sie wünscht sich Familie und Kinder. Mit 39 Jahren hat sie plötzlich erkannt, dass es für sie wichtig ist. Das Problem ist, dass sie in den letzten Jahren so viel und so intensiv an ihrer Karriere gearbeitet hat, dass sie überhaupt keine Ahnung mehr davon hat, wie eine Partnerbeziehung funktionieren kann.

„Ich kann mich nicht mehr erinnern, wie das geht…“

Außerdem hat sie herausgefunden, dass ihre Karriere – so wie sie jetzt gerade läuft – langfristig für sie nicht mehr in Frage kommt.

Warum fehlt es heutzutage vielen Frauen immer noch so schwer, ein glückliches und zufriedenes Leben zu führen? Hier 5 Ideen aus meiner Praxis, woran es liegen könnte.

Keine eigenen Ziele

Mittlerweile gibt es eine Fülle an Methoden für die „richtige“ Zielsetzung. Wie sollen die Ziele eigentlich aussehen, damit sie auch realisiert werden können? Zum einen geht es darum, dass sie wirklich die eigenen sind, d.h. mit der eigenen Lebensvision und Lebenswerten im Einklang sind. Zum anderen sollten sie tatsächlich klar definiert sein und auf die „Realisierbarkeit“ geprüft werden.

Nicht von einem „Glücklichen Leben“ träumen, sondern genau definieren „Was bedeutet für mich, ein glückliches Leben zu führen?“

Kein Mut, ein eigenes Lebensmodell zu entwickeln

Menschen brauchen Vorbilder. Die wunderbaren starken und selbstbestimmten Frauen wie Sheryl Sandberg (COO von Facebook) sind tolle Vorbilder. Es ist nur so, dass diese Vorbilder den meisten Frauen bereits einige Entwicklungsschritte voraus sind. Wenn diese Frauen sich in ihrer Umgebung umschauen, gibt es nicht so viele Lebensmodelle, die gerade sehr inspirierend sind.

Was tun? Wie wäre es mit dem eigenen Lebensmodell?

Die Antwort auf die Frage finden: „Was will ich am Ende meines Lebens hinterlassen?

Eigene Stärken werden oft übersehen

Leider werden immer noch viele Frauen so erzogen, als ob es ein Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Stärken geben würde. Dabei lohnt es sich nicht mehr, darauf zu fokussieren, der bessere Weg ist es, sich eigenen Stärken bewusster werden.

Was habe ich für Talente? Was habe ich aus meinem familiären Umfeld für Botschaften mitbekommen, die mich stark und eigenartig machen? Welche Situationen habe ich bereits gemeistert, die mich geprägt und stärker gemacht haben?

Eigene Stärken zu stärken macht mehr Sinn, als sich mit den Schwächen zu beschäftigen.

Langfristige Planung der finanziellen Unabhängigkeit wird vernachlässigt.

Macht das Geld glücklich? Ich denke, dass die meisten karriereorientierten Frauen diese Frage mit „Ja“ beantworten würden. Geld ist ein gutes Tauschmittel, damit wir uns mehr Lebensqualität leisten können. Die Antwort wird ein wenig schwieriger, wenn Familienzuwachs ins Spiel kommt. Da kommen oft einige gespeicherte Glaubenssätze hoch, die mit unserer aktuellen Lebenssituation nicht viel zu tun haben. Wer kümmert sich um das Kind? Wer verdient das meiste Geld? Wie wird die Haushaltsarbeit bewertet?

Diese Konflikte anzusprechen, aufzuklären und sich mit Thema „Geld“ proaktiv auseinanderzusetzen ist wesentlich, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können.

Lieber ein Notgroschen auf der Bank, als ewige Träumerei von einem glücklichen Leben im Alter.

Eigene Erfolge werden nicht gefeiert

Ein schwieriges Thema für Frauen, die an ihren Stärken arbeiten. Sie übersehen oft eigene Erfolge. Ständig wird nach mehr Verbesserungspotential gesucht und viel zu oft werden Vergleiche mit anderen Frauen angestellt.

Meine Empfehlung dazu lautet: “Nutze andere Lebensgeschichten als Inspiration und gehe genauso inspiriert und stolz mit deinen eigenen Erfolgsgeschichten um.“

Ein selbstbestimmtes Leben zu gestalten und zu führen, ist kein Hollywoodmärchen, aber ein sehr nachhaltiges und zufriedenmachendes Lebenskonzept.

Mehr zum Thema in meinem neuen Buch "Dem weiblichen Work-Life-Dilemma entkommen. Coaching-Impulse für ein selbstbestimmtes Leben". 

Quelle: https://bookboon.com/blog/2019/01/das-weibliche-work-life-dilemma-5-ideen-woran-es-liegen-kann

mein buch uber das weibliche work-life-dilemma