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Ziele mit Herz setzen und mit Kopf umsetzen

Blog Natalia Schweizer

Immer mehr Frauen legen Wert darauf, sich um ihr berufliches Vorankommen zu kümmern, und gleichzeitig auf ein erfülltes Leben nicht verzichten zu müssen.

Das Problem dabei ist – sie wissen nicht, wie sie das erreichen.

Wo fange ich an? Was priorisiere ich? Wie aufwendig muss meine Planung sein?

In diesem Beitrag zeige ich dir ein System der Bestimmung und Erreichung der Ziele, das dich dabei unterstützen kann. Ein System, das es möglich macht, das eigene Leben so zu gestalten, dass es genügend Zeit und Freiraum für eine erfüllende Karriere, ein zufriedenes Familienleben und eigene Persönlichkeitsentwicklung gibt.

Warum bin ich mit so sicher? Weil ich dieses System selbst durchlebt und aus meiner (Lebens)Praxis heraus entwickelt habe.

Lange Zeit meines Lebens habe ich mich mit Zielen beschäftigt. Ich habe das Setzten der Ziele im beruflichen Kontext als Führungskraft gelernt, habe mich lange mit „Time Management“ befasst und oft das Gefühl gehabt, dass Etwas für mich nicht gestimmt hat. Zuviel Druck, zu wenig Motivation. Ich vermisste die Leichtigkeit. So habe ich mich auf die Suche nach einem System gemacht, das beides hat – eine einfache Struktur und eine emotionale Verbindung.

Irgendwann hat mich eine Kundin von mir darauf angesprochen, ob ich nicht ein eigenes System entwickeln könnte, dass meine Businesskundinnen dabei unterstützen kann, Kraft und Motivation für die beruflichen Ziele zu haben und gleichzeitig die Lebensbalance nicht aus den Augen zu verlieren.

So wurde das Life Goals Canvas System geboren.

Du brauchst einen Leitstern

Frage ich Frauen, was sie brauchen würden, um unbeirrt ihren eigenen Weg zu gehen, sich beruflich zu verwirklichen, lautet oft die Antwort: “Innere Stütze. Eine Stütze, die mir das Gefühl vermittelt, ich bin auf dem richtigen Weg. Egal was gerade passiert“.

In meiner Arbeit hat sich dafür die Entwicklung einer Lebensvision als hilfreich erwiesen.

Vision ist etwas, das dich langfristig motiviert und für dich immer gültig ist. Dabei kannst du dich verändern, deinen Beruf oder Familienstand wechseln. Die Vision bleibt. Simon Sinek spricht in seinem Buch  https://simonsinek.com/find-your-why/ davon, dass du dein Why - dein Warum findest

Warum tust du das was du tust?

Was möchtest du, dass auf dieser Welt anders ist?

Meine Vision, beispielsweise, lautet:

Ich möchte, dass meine Kinder und Enkelkinder in einer Welt leben, wo Frauen sich keine Gedanken über die Wahl zwischen Karriere oder Familie verschwenden, sondern selbstständig ein eigenes Lebensmodell entwickeln und ihre berufliche Laufbahn gestalten.

Wie lautet deine Antwort auf diese Frage?

Von Vision zu Mission: Wie kann ich meine Vision realisieren?

Hast du eine starke Lebensvision, fällt es dir leichter, ins Tun zukommen und mit der Umsetzung zu beginnen.

Was kann ich dafür tun, dass meine Vision Realität wird?

Dabei geht es um deine Talente, deine Stärken. Hier geht es darum, sich auf ein Paar Tätigkeiten fokussieren und so eine Verbindung zu deiner Lebensvision herzustellen.

Mein Beispiel: Ich arbeite als Coach, schreibe Bücher und Artikeln in zwei Sprachen und unterstütze Frauen und Männer dabei, an ihrem eigenen Lebensmodell zu arbeiten und das auch umzusetzen. Ich arbeite mit Kindern und sorge dafür, dass mein Sohn chancengleich erzogen wird.

Was kannst du für die Umsetzung deiner Vision tun?

BIG Goals - Fokus setzen

Im dritten Schritt kannst du dann deine langfristigen Ziele aufschreiben – BIG GOALS. Ich empfehle dir in diesem Schritt noch keine zu spezifischen Ziele zu setzen und die Ziele mit keinen Deadlines versehen. Sei großzügig und lasse auch zu, dass das Leben, andere Menschen, Schicksal oder sonstiges dich ebenfalls unterstützen können.

Beispiele dafür: einen Abschluss in …., bei TED auftreten, ein Buch schreiben oder eigenen YouTube Chanel starten.

Schaue dir deine langfristige Planung nochmal genau an.

Was empfindest du dabei? Geht es hier um dich? Geht es hier um dein Leben und darum, was du in diesem Leben erreichen möchtest?

Lautet deine Antwort JA, kannst du mit der Detailplanung beginnen.

Bei der Arbeit an meinem Buch bin ich auf die fünf Prinzipien von Brian Tracy gestoßen, die ich auch für mich und meine Klientinnen als eine gute Ausrichtung finde.

  • Achte auf Kongruenz zwischen deinen Werten und Zielen
  • Lerne deine eigenen Stärken kennen und setze sie ein
  • Bleibe bodenständig und nutze die Ressourcen, die dir gerade zur Verfügung stehen.
  • Achte auf das Gleichgewicht deiner Ziele
  • Lebe deine Vision

Mehr dazu und einige Selbstcoaching-Übungen findest du in meinem eBook unter: https://bookboon.com/de/dem-weiblichen-work-life-dilemma-entkommen-ebook

Abschließend scheint es mir wichtig darauf zu schauen, was du bereits gut kannst (RESSOURCES), was du noch lernen musst (SKILLS), wer dich unterstützen kann (NETWORK) und wie du dich dabei fühlen möchtest (EMOTIONS)?

Diese vier Fragen stelle ich immer meinen Klientinnen, wenn ich sie bei der Konkretisierung der kurzfristigen Ziele unterstütze.

Die Ergebnisse werden dann in einer Art Chart – Liefe Goals Canvas zusammengetragen. So hast du auf den ersten Blick deine Vision und die konkreten Schritte sichtbar und kannst diese immer wieder mit deiner Vision abgleichen. Es gibt nichts besseres, als eine eigene Lebenskarte und Klarheit über die eigenen Lebensziele.

Möchtest du alleine mit Life Goals Canvas arbeiten, schreibe mit gerne eine E-Mail an info@natalia-schweizer.com und ich schicke dir eine Vorlage als PDF zu, die du bequem als A3 oder A4 Format ausdrucken und beschriften kannst. Würdest du bei der Zielbestimmung Unterstützung brauchen, schreibe mich gerne an und wir vereinbaren ein kostenloses Vorgespräch.
Möchtest du mit mir zusammenarbeiten? Melde dich zu einem kostenlosen 1:1 Vorgespräch an und lasse uns deine Situation genauer besprechen.
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Kluge Entscheidungen treffen

Blog Natalia Schweizer

Seit mehreren Jahren bin ich eine treue Leserin des Newsletters von Renate Daimler.

Renate ist Autorin, Systemische Beraterin, zertifizierte Strukturaufstellerin, Trainerin für erlebnisorientierte Persönlichkeitsentwicklung. Sie ist Gründerin des eigenen Beratungsunternehmens EAST und Entwicklerin der beiden Marken Veränderungstheater® und Weightsoulbalance®.

In Zeiten der Quarantäne habe ich von Renate eine tolle Übung bekommen, die ich bereits in meiner Coachings-Ausbildung kennengelernt habe. Das tolle an dieser Aufstellungs-Übung ist, dass sie ganz einfach zu Hause durchführbar ist. 

Renate hat es mir freundlicherweise erlaubt, diese Übung 1:1 mit euch zu teilen und in meinem Blogartikel zu veröffentlichen. 

Ich wünsche euch ebenfalls kluge und gute Entscheidungen auch in schwierigen Zeiten!

"Was mir am Wichtigsten scheint, ist, dass Du Deine Entscheidung nicht aus einer Angst heraus triffst, sondern mit Vertrauen und Zuversicht. Das ist sicher nicht einfach, weil die Angst in Zeiten wie diesen gerne an unsere Türe klopft und uns überreden will, ihr ein Zimmer in unserem Inneren zu vermieten. Bleib standhaft, denn mit ihr als Bewohnerin geraten Deine Entscheidungen vielleicht zu Panikreaktionen, verengen Deinen Blick auf die Zukunft und bringen Dein Immunsystem in Gefahr.
Vertrauen und Zuversicht sind gute Bewohner Deines Inneren, lass sie einziehen und Deine Dauergäste sein.

Bereit für Deine Entscheidung?
Insa Sparrer und Matthias Varga von Kibéd haben dieses Format „DAS TETRALEMMA“ genannt. Und Du kannst die Positionen, die es dazu braucht, auf dem Boden auflegen indem Du Zettel entsprechend beschriftest.

DAS EINE z.B. Ich gehe selber einkaufen

DAS ANDERE z.B. Ich bitte um Nachbarschaftshilfe

Diese beiden Positionen legst Du mit einem Abstand einander gegenüber auf den Boden oder einen Sessel, so dass Du dazwischen hin und her gehen kannst.

Von einem Platz außerhalb dieses Bildes, den wir „neutralen Platz“ nennen, kannst Du jetzt das Bild betreten - sozusagen als Deine eigene Repräsentantin, als Dein eigener Repräsentant für Dich selbst. Du stellst Dich zuerst vor, dann links und dann rechts neben eine der beiden Positionen und spürst hinein, wie es sich anfühlt, so zu entscheiden.

Dann verlässt Du diesen Platz, gehst zur anderen Position und wiederholst den Vorgang.

Vielleicht hast Du jetzt schon Klarheit. Es kann aber auch gut sein, dass Du mehrere Male hin und her gehen musst, und erst durch diesen Prozess eine passende Haltung zur Frage, die Du gestellt hast, findest.

Es kann aber auch sein, dass weder DAS EINE noch DAS ANDERE sich gut anfühlen. Dann kehrst Du zurück zu Deinem neutralen Platz, schüttelst Dich ein bisschen, damit Du Deine Rolle als Repräsentant*in für Dich selber zurücklegst, schreibst zwei neue Zettel (BEIDES, KEINES VON BEIDEM) und legst sie so auf den Boden, dass ein imaginäres Viereck entsteht.

Nun gehst Du wieder auf die Reise und hast jetzt vier Positionen zur Auswahl.

Falls Du Dich bei BEIDES wohlfühlst, scheint es eine Möglichkeit zu geben, die beiden Positionen zu verbinden, an die Du bisher noch nicht gedacht hast, z.B. ich gehe zum kleinen Kaufmann an der Ecke einkaufen, meide aber die Supermärkte.

Wenn auch BEIDES kein guter Platz ist, dann gibt es noch die Möglichkeit, dass KEINES VON BEIDEM Dich anzieht.

Und hier könnte ein neuer Prozess für Dich beginnen, weil es so scheint, dass die Frage, die Du gestellt hast, in diesem Moment nicht so relevant ist. Vielleicht gibt es etwas Anderes, was im Augenblick wichtiger ist. Es könnte z.B. sein, dass Du vor einer Entscheidung aufgerufen bist Dein Urvertrauen zu stärken und Deine jüngere Version zu nähren.

Es gibt noch eine fünfte Position, die im TETRALEMMA vorgesehen ist, wir werden sie jetzt nicht aufstellen, weil sie für Menschen, die nicht mit Aufstellungsarbeit sehr vertraut sind, zu komplex ist. Stattdessen empfehle ich Dir, dass Du am Rand des Bildes noch ein stärkendes Element etablierst, so eine Art Tankstelle, die Du zwischendurch immer wieder besuchen kannst. Das könnte z.B. DAS VERTRAUEN oder eine andere, übergeordnete, Qualität sein, die Du als Ressource empfindest.