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Glossar zum Thema: Ziele setzen und erreichen

Ich bin Coach und ich liebe Ziele. Eigentlich gibt es kaum etwas leichteres als Ziele setzten. Es wurden viele Bücher geschrieben, Formeln entwickelt und wieder als obsolet abgetan. Ich weiss sehr viel über Ziele und trotzdem erreiche ich sie nicht zu 100%. Es ist auch völlig in Ordnung, weil unsere Ziele sich ganz unterschiedlich entwickeln dürfen. Unsere Ziele dürfen sich verändern, sie dürfen mehr Motivation brauchen, dürfen eine Absage bekommen oder sich überhaupt als nicht interessant erweisen.

In diesem Glossar möchte ich dir meine Empfehlung als Coach, als Frau und Mutter geben, worauf du achten kannst, wenn es um Ziele setzten und erreichen geht.

Achtsamkeit

Lerne achtsam mit dir umzugehen, deiner inneren Stimme zu zuhören und eine Resonanz auf deine Ziele zu bekommen. Nicht alles, was auf den ersten Blick als gutes Ziel erscheint, muss auch ein gutes Ziel für dich bedeuten.


Angst

Angst aufgrund der vergangenen Erfahrungen. Diese Angst meldet sich dann, wenn du bereits etwas versucht hast und es klappte nicht. Du versuchst immer wieder das gleiche Ziel zu erreichen, aber es gelingt dich nicht. Beispielsweise, kann es dir passieren, wenn du bereits ein Burnout oder Überforderung im beruflichen Kontext erlebt hast. Du könntest bei einem Wachstumsziel es wieder mit der Angst zu tun bekommen, weil du glaubst, wieder im Burnout zu landen. Diese Angst zu erkennen ist wichtig. Sie hat mir deinen Zielen und deiner heutigen Situation nichts mehr zu tun.

Angst vor der Zukunft.  Diese Angst kommt dann, wenn du nicht genau weiss, ob du das richtige tust. Wie kannst du das am besten herausfinden? Ich schwöre auf eine starke Vision. Daraus entsteht kraftvolle Motivation, die dich bei deinem Tun langfristig unterstützen kann. Angst vor der Zukunft hat auch etwas positives – sie bringt dich zum nachdenken. Sei offen und ehrlich zu dir, gib es zu, dass du Angst hast. Frage dich, wovor hast du eigentlich Angst? Es passiert nicht selten, dass Frauen Angst vor Erfolg haben. Sie glauben, ihr Leben würde sich dann so schnell verändern, dass sie gar nicht mehr mit kommen. Kommtst du mit deiner Angst nicht alleine klar? Dann lohnt es sich, mit einem Coach zu arbeiten und gemeinsam durch die Angstphasen und Visionbildungsphasen zu gehen.


Berufung finden

Bevor ich mich in das Thema Visionsfindung vertieft habe, habe ich mich mit Berufung auseinandergesetzt und sogar ein kleines Buch auf Russisch über das Thema „Berufung finden“  geschrieben.

„Finde deine Berufung und du musst nicht mehr arbeiten.“

Diesem Zitat stimme ich nicht mehr zu. In meinen Coachings erlebe ich viele Frauen, die nach DER Berufung suchen und oft alles weitere ablehnen oder aufgeben. Leider ist die „wahre Berufung“ oft nicht dort versteckt, wo wir diese suchen, sondern kommt erst dann, wenn wir viel Zeit in ein Thema investiert und Expertise aufgebaut haben.  Ich empfehle zuerst eine klare Vision zu formulieren und davon eine Mission abzuleiten. Unter Mission verstehe ich Tätigkeiten, Aktivitäten, die ich ausprobieren werde, um meine Vision umzusetzten. Beispielsweise, finde ich nicht, dass meine Berufung Coaching ist. Ich habe eine starke Vision: Frauen zu unterstützen, eine erfolgreiche Karriere aufzubauen und auf Kinder und Familie nicht verzichten zu müssen. Coaching ist mein treuer Begleiter auf diesem Weg. Ich möchte mich aber nicht aufs Coaching festlegen, sondern gehe mit offenen Augen weiter und schaue, was könnte mich noch dabei unterstützen, meine Vision umzusetzten. Wo sind meine Talente, meine Stärken?

Der Vorteil von diesem Zugang ist, dass ich mich nicht unbeding auf ein Beruf = Berufung festlege, sondern mir eine freie Wahl für die weitere Entwicklung lasse. Wenn ich bedenke, wie viele neue Berufe jedes Jahr entstehen, macht es Sinn.


Beste Freundin für dich sein

Stellt dir vor, du wärst deine beste Freundin. Seit nicht zu kritisch, setzte dich nicht unter Druck, auch wenn es mit Zielen nicht so schnell klappt, wie du es dir vorgestellt hast.


Das Leben passieren lassen

Um deine Ziele zu erreichen, brauchst du eine gesunde Balance zwischen „Fokussieren“ und „Das Leben passieren lassen“. Bist du zu stark auf ein Ziel fokussiert, kannst du leicht andere Chancen und Möglichkeiten übersehen. Aus diesem Grund sehe ich solche Zielsysteme wie SMART mit festen Deadlines ziemlich kritisch. Es führt oft dazu, dass Ziele fallengelassen werden, weil sie in einer festgesetzen Frist nicht erreicht werden, obwohl sie doch wichtig sind. Lasse das Leben passieren – treffe dich mit Menschen, die auf den ersten Blick mit deinem wichtigsten Ziel nichts zu tun haben, lies man ein Roman oder beschäftige dich mit Zielen aus anderen Bereichen, wenn du stark auf dein Beruf fokussiert bist. Oder hole dir einen Buddy – eine Person, mit der du ohne Druck dich über deine Ziele austauschen kannst.


Fehler machen dürfen

Ich frage mich oft – wann ist bei Zielen ein Fehler überhaupt ein Fehler? Bei den meisten Zielen musst  du viel Lernen und Fehler gehören dazu, bei den anderen Zielen bedeutet „Fehler machen“ auch erkennen, dass das gar nicht dein Ziel ist.


Fokussieren

Möchtest du deine wirklichen Ziele erreichen und eigenen Weg gehen? Dann empfehle ich dir, dich immer wieder zu fokussieren. Das Ausmaß an Information, die auf uns gerade einprallt, kann dazu führen, dass du deine eigentlichen Ziele aus den Augen verlierst.  Fokussieren bedeutet für mich:

  • Sich mit der Vision beschäftigten und daraus Motivation schöpfen.
  • Ziele untersuchen, warum hat es gerade nicht geklappt, was kann ich anders machen?
  • Kleinere Ziele an einer großen Vision ausrichten.
  • Große Ziele in kleine Schritte teilen und als Erstes einplanen.  Eine schöne Frage am Ende des Tages lautet: Was habe ich heute für meine Vision gemacht?

Jeden Tag etwas für deine Lebensziele tun

Oft glauben wir irrtümlich, wenn einmal das richtige Ziel gesetzt ist, passiert ein Wunder und die Ziele erfüllen sich von alleine. Aus meiner Erfahrung ist das nicht so. Manche Ziele gelingen so schnell und gut, weil wir uns bereits im Unterbewusstsein darauf vorbereitet haben. Erlaubst du dir dann ein bestimmtes Herzensziel anzugehen, ist es wir ein Wunder, wie schnell das erreicht wird. Beispielsweise erlebe ich das oft, wenn ich mit Frauen über die Gründung eigenes Business rede. Wir stellen schnell fest, dass sie bereits ein ziemlich umfassendes Wissen zu dem Gründungsthema angeeignet haben und es ist ihnen gar nicht mal aufgefallen.

Jeden Tag etwas für die Lebensziele tun ist wichtig und braucht Routinen. Egal wofür du dich entscheidest – es kann ein Mind Movie, deine persönlichen Affirmationen, Schreiben von Morning Pages oder Journaling sein. Manche Menschen brauchen Fragen, die sie zum Nachdenken bringen. Ich mag beispielsweise ausergewöhnliche Fragen „Wenn dein Ziel ein Tanz wäre, was wäre es für ein Tanz?


Motivation

Kaufe keine neuen Turnschuhe oder extrinsische Motivation. Kennst du es vielleicht von dir auch – du möchtest dich für ein bestimmtes Ziel motiveren und bereitest dich erstmal vor. Beispielsweise, kaufst dir neue Turnschuhe, um mehr Sport zu machen. Oder ein neues Buch über kreatives Hobby, um mehr Freizeit zu haben. Es könnte gut funktionieren, meistens aber nicht, weil uns die innere Motivation für dieses Ziel fällt. Am besten zeige ich es dir an meinem eigenen Beispiel. Ich wollte sehr lange Zeit joggen. Ich habe es mir immer so schön vorgestellt, wie ich jeden Morgen durch die Strassen und Parks laufe und das Wetter und meinen Körper geniese. Ich habe sogar in einem Ort gewohnt, wo direkt hinter meinem Haus die Weinberge waren und die Male, dass ich gejoggt bin kann ich sicher an einer Hand abzählen. Irgendwann habe ich mich gefragt – wass will ich wirklich? Joggen oder  etwas anderes? Ich wollte joggen, weil ich dachte es ist cool. Eine joggende, sportliche Businesswoman, die alles inklusive ihren Körper unter Kontrolle hat. Nachdem ich mein Fokus auf Gesundheit und gutes Körpergefühlt gesetzt habe, habe ich Nordic Walking für mich entdeckt. Übrigens, eine Sportart, die für das finnische Langlaufteam erfunden wurde, damit das das ganze Jahr gut trainieren konnte. Das ist die sogenannte intrinsische Motivation, die mich anleitet. Probiere es aus und überlege dir, was du wirklich willst. Eine gute Motivation geht am besten über eine starke Vision.


Selbstbestimmt leben

Denke ich über die Selbstbestimmtheit der Frauen nach, geht es mir oft um einfache Zufriedenheit mit dem Leben und dem was gerade passiert. Mehr Vorteile im heutigen Leben sehen, eigene Tools und Rituale, die gut tun zu haben. Sich selbst gut kennen oder gerade intensiv kennenlernen und ausprobieren, was dir gut tut oder Energie bringt. Nicht, weil du es irgendwo gesehen oder gelesen hast, sondern, weil du es erlebt und selbst ausprobiert hast. So war es mit mir und Sport. Mittlerweile zählt Nordic Walking zu meiner Lieblingssportart. Ich liebe ich es in meinem Thempo durch ein Park oder Wald zu spazieren, zur Ruhe zu kommen, entspannt sein.


Unterstützung eines Coaches holen

Als Coach sehe ich mich ganz klar als Advokateur der Ziele Ich möchte, dass du deine Vision folgst und deine Ziele erreichst. Ich bin darin geschult, ein Prozess zu gestalten, das dich dabei unterstützt.  Für mich ist Coaching keine Berufung, sondern eine Methode, eine Haltung, die mich und meine Kundinen dabei unterstützt, ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben zu führen.  Da ich in meiner Arbeit wert auf ganzheitliche Prozesse lege, gibt es für mich nichts schöneres zu beobachten und meine Kundinen dabei zu begleiten, wie sie neue beruflichen Wege gehen, Kinder bekommen oder bewusst großziehen und sich zu wunderbaren, starken Frauen entwickeln.


Vision definieren

Vision bedeutet deine Antwort auf die Frage: Warum tue ich das, was ich tue?  Was ich über Vision nicht alles bereits gelernt habe. Ehrlich gesagt, sehe ich das ziemlich pragmatisch. Eine Vision zu haben ist ein Garant für deine langfristige Motivation. Als ich zum Beginn meiner Selbstständigkeit mit Workshops über Leadership und Businessmodelle begonnen habe, habe ich das Thema „Visionsfindung“ eher im beruflichen Kontext angesiedelt gesehen.  Bis ich dann beim Schreiben über „das weibliche Work-Life-Dilemma“ drauf kam, es wäre doch nicht schlecht, wenn karriereorientierte Frauen so eine ganzeheitliche Lebensvision hätten. Stephen R. Covey hat mir dann die erste Vorlage für die Visionsfindung geliefert. Was ich über Vision herausgefunden habe, dass sich sich im Laufe der Zeit kaum verändert. Es wärmt mir mein Herz, gibt meinem Leben Sinn und auch ein Schub für die weitere Entwicklung. Im meinem eigenen System, dass ich Life Goals Canvas genannt habe, bringe ich meinen Kundinen bei, die kurzfristigen Ziele von einer großen, mächten Vision abzuleiten und so eine sinnvolle Verbindung herzustellen. Diese Verbindung bringt Zuversicht, Freude und motiviert ungemein, an den langfristigen Zielen dran zu bleiben.


Work-Life-Dilemma

Der ewige Run nach Work-Life-Balance endet oft in einer Falle – dem Wunsch, allem und allen gerecht zu werden. Persönliche Entwicklung, Karriere, Familie. Es werden ehrgeizige Ziele gesetzt und terminiert, es wird optimiert, Fehler dürfen auf keinen Fall passieren, Essen nur nach Absprache mit einer ErnährungsApp. Das Gegenteil von einer Balance tritt ein. Ganz schnell kann es zu einem Dilemma werden. Irgendwann in diesem Stress verliert sich der Glaube, dass die Vision und langfristigen Ziele überhaupt möglich zu erreichen sind.

 

Das Glossar ist noch nicht vollständig und das ist auch in Ordnung so. Schreibe mir gerne Begriffe über Ziele oder deine Fragen, die du in diesem Glossar sehen möchtest.

Die Autorin: Natalia Schweizer

Ich bin eine bekennende Optimistin, leidenschaftliche Mutter und Schreiberin. Als praktizierende Coachin ACC ICF und Unternehmensberaterin unterstütze ich ambitionierte Menschen, die sowohl eine gut gehende Karriere/Business als auch ein erfülltes Familienleben führen wollen und bereit sind, etwas aktiv dafür zu tun. Ich lebe und arbeite in deutscher, russischer und englischer Sprache und verbinde so in meiner Methodenwahl Fachkenntnisse und Praxiserfahrungen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen.

Abonniere meinen Newsletter und werde Teil einer Community von Menschen, die sich sowohl für eine erfolgreiche Karriere/Business als auch für Kinder und Partnerschaft entscheiden.

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Ziele mit Herz setzen und mit Kopf umsetzen

Immer mehr Frauen legen Wert darauf, sich um ihr berufliches Vorankommen zu kümmern, und gleichzeitig auf ein erfülltes Leben nicht verzichten zu müssen.

Das Problem dabei ist – sie wissen nicht, wie sie das erreichen.

Wo fange ich an? Was priorisiere ich? Wie aufwendig muss meine Planung sein?

In diesem Beitrag zeige ich dir ein System der Bestimmung und Erreichung der Ziele, das dich dabei unterstützen kann. Ein System, das es möglich macht, das eigene Leben so zu gestalten, dass es genügend Zeit und Freiraum für eine erfüllende Karriere, ein zufriedenes Familienleben und eigene Persönlichkeitsentwicklung gibt.

Warum bin ich mit so sicher? Weil ich dieses System selbst durchlebt und aus meiner (Lebens)Praxis heraus entwickelt habe.

Lange Zeit meines Lebens habe ich mich mit Zielen beschäftigt. Ich habe das Setzten der Ziele im beruflichen Kontext als Führungskraft gelernt, habe mich lange mit „Time Management“ befasst und oft das Gefühl gehabt, dass Etwas für mich nicht gestimmt hat. Zuviel Druck, zu wenig Motivation. Ich vermisste die Leichtigkeit. So habe ich mich auf die Suche nach einem System gemacht, das beides hat – eine einfache Struktur und eine emotionale Verbindung.

Irgendwann hat mich eine Kundin von mir darauf angesprochen, ob ich nicht ein eigenes System entwickeln könnte, dass meine Businesskundinnen dabei unterstützen kann, Kraft und Motivation für die beruflichen Ziele zu haben und gleichzeitig die Lebensbalance nicht aus den Augen zu verlieren.

So wurde das Life Goals Canvas System geboren.

Du brauchst einen Leitstern

Frage ich Frauen, was sie brauchen würden, um unbeirrt ihren eigenen Weg zu gehen, sich beruflich zu verwirklichen, lautet oft die Antwort: “Innere Stütze. Eine Stütze, die mir das Gefühl vermittelt, ich bin auf dem richtigen Weg. Egal was gerade passiert“.

In meiner Arbeit hat sich dafür die Entwicklung einer Lebensvision als hilfreich erwiesen.

Vision ist etwas, das dich langfristig motiviert und für dich immer gültig ist. Dabei kannst du dich verändern, deinen Beruf oder Familienstand wechseln. Die Vision bleibt. Simon Sinek spricht in seinem Buch  https://simonsinek.com/find-your-why/ davon, dass du dein Why - dein Warum findest

Warum tust du das was du tust?

Was möchtest du, dass auf dieser Welt anders ist?

Meine Vision, beispielsweise, lautet:

Ich möchte, dass meine Kinder und Enkelkinder in einer Welt leben, wo Frauen sich keine Gedanken über die Wahl zwischen Karriere oder Familie verschwenden, sondern selbstständig ein eigenes Lebensmodell entwickeln und ihre berufliche Laufbahn gestalten.

Wie lautet deine Antwort auf diese Frage?

Von Vision zu Mission: Wie kann ich meine Vision realisieren?

Hast du eine starke Lebensvision, fällt es dir leichter, ins Tun zukommen und mit der Umsetzung zu beginnen.

Was kann ich dafür tun, dass meine Vision Realität wird?

Dabei geht es um deine Talente, deine Stärken. Hier geht es darum, sich auf ein Paar Tätigkeiten fokussieren und so eine Verbindung zu deiner Lebensvision herzustellen.

Mein Beispiel: Ich arbeite als Coach, schreibe Bücher und Artikeln in zwei Sprachen und unterstütze Frauen und Männer dabei, an ihrem eigenen Lebensmodell zu arbeiten und das auch umzusetzen. Ich arbeite mit Kindern und sorge dafür, dass mein Sohn chancengleich erzogen wird.

Was kannst du für die Umsetzung deiner Vision tun?

BIG Goals - Fokus setzen

Im dritten Schritt kannst du dann deine langfristigen Ziele aufschreiben – BIG GOALS. Ich empfehle dir in diesem Schritt noch keine zu spezifischen Ziele zu setzen und die Ziele mit keinen Deadlines versehen. Sei großzügig und lasse auch zu, dass das Leben, andere Menschen, Schicksal oder sonstiges dich ebenfalls unterstützen können.

Beispiele dafür: einen Abschluss in …., bei TED auftreten, ein Buch schreiben oder eigenen YouTube Chanel starten.

Schaue dir deine langfristige Planung nochmal genau an.

Was empfindest du dabei? Geht es hier um dich? Geht es hier um dein Leben und darum, was du in diesem Leben erreichen möchtest?

Lautet deine Antwort JA, kannst du mit der Detailplanung beginnen.

Bei der Arbeit an meinem Buch bin ich auf die fünf Prinzipien von Brian Tracy gestoßen, die ich auch für mich und meine Klientinnen als eine gute Ausrichtung finde.

  • Achte auf Kongruenz zwischen deinen Werten und Zielen
  • Lerne deine eigenen Stärken kennen und setze sie ein
  • Bleibe bodenständig und nutze die Ressourcen, die dir gerade zur Verfügung stehen.
  • Achte auf das Gleichgewicht deiner Ziele
  • Lebe deine Vision

Mehr dazu und einige Selbstcoaching-Übungen findest du in meinem eBook unter: https://bookboon.com/de/dem-weiblichen-work-life-dilemma-entkommen-ebook

Abschließend scheint es mir wichtig darauf zu schauen, was du bereits gut kannst (RESSOURCES), was du noch lernen musst (SKILLS), wer dich unterstützen kann (NETWORK) und wie du dich dabei fühlen möchtest (EMOTIONS)?

Diese vier Fragen stelle ich immer meinen Klientinnen, wenn ich sie bei der Konkretisierung der kurzfristigen Ziele unterstütze.

Die Ergebnisse werden dann in einer Art Chart – Liefe Goals Canvas zusammengetragen. So hast du auf den ersten Blick deine Vision und die konkreten Schritte sichtbar und kannst diese immer wieder mit deiner Vision abgleichen. Es gibt nichts besseres, als eine eigene Lebenskarte und Klarheit über die eigenen Lebensziele.

Möchtest du alleine mit Life Goals Canvas arbeiten, schreibe mit gerne eine E-Mail an info@natalia-schweizer.com und ich schicke dir eine Vorlage als PDF zu, die du bequem als A3 oder A4 Format ausdrucken und beschriften kannst. Würdest du bei der Zielbestimmung Unterstützung brauchen, schreibe mich gerne an oder buche direkt ein Life Goals Canvas - Sprint

Die Autorin: Natalia Schweizer

Ich bin eine bekennende Optimistin, leidenschaftliche Mutter und Schreiberin. Als praktizierende Coachin ACC ICF und Unternehmensberaterin unterstütze ich ambitionierte Menschen, die sowohl eine gut gehende Karriere/Business als auch ein erfülltes Familienleben führen wollen und bereit sind, etwas aktiv dafür zu tun. Ich lebe und arbeite in deutscher, russischer und englischer Sprache und verbinde so in meiner Methodenwahl Fachkenntnisse und Praxiserfahrungen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen.

Abonniere meinen Newsletter und werde Teil einer Community von Menschen, die sich sowohl für eine erfolgreiche Karriere/Business als auch für Kinder und Partnerschaft entscheiden.

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Kluge Entscheidungen treffen

Blog Natalia Schweizer

Seit mehreren Jahren bin ich eine treue Leserin des Newsletters von Renate Daimler.

Renate ist Autorin, Systemische Beraterin, zertifizierte Strukturaufstellerin, Trainerin für erlebnisorientierte Persönlichkeitsentwicklung. Sie ist Gründerin des eigenen Beratungsunternehmens EAST und Entwicklerin der beiden Marken Veränderungstheater® und Weightsoulbalance®.

In Zeiten der Quarantäne habe ich von Renate eine tolle Übung bekommen, die ich bereits in meiner Coachings-Ausbildung kennengelernt habe. Das tolle an dieser Aufstellungs-Übung ist, dass sie ganz einfach zu Hause durchführbar ist. 

Renate hat es mir freundlicherweise erlaubt, diese Übung 1:1 mit euch zu teilen und in meinem Blogartikel zu veröffentlichen. 

Ich wünsche euch ebenfalls kluge und gute Entscheidungen auch in schwierigen Zeiten!

"Was mir am Wichtigsten scheint, ist, dass Du Deine Entscheidung nicht aus einer Angst heraus triffst, sondern mit Vertrauen und Zuversicht. Das ist sicher nicht einfach, weil die Angst in Zeiten wie diesen gerne an unsere Türe klopft und uns überreden will, ihr ein Zimmer in unserem Inneren zu vermieten. Bleib standhaft, denn mit ihr als Bewohnerin geraten Deine Entscheidungen vielleicht zu Panikreaktionen, verengen Deinen Blick auf die Zukunft und bringen Dein Immunsystem in Gefahr.
Vertrauen und Zuversicht sind gute Bewohner Deines Inneren, lass sie einziehen und Deine Dauergäste sein.

Bereit für Deine Entscheidung?
Insa Sparrer und Matthias Varga von Kibéd haben dieses Format „DAS TETRALEMMA“ genannt. Und Du kannst die Positionen, die es dazu braucht, auf dem Boden auflegen indem Du Zettel entsprechend beschriftest.

DAS EINE z.B. Ich gehe selber einkaufen

DAS ANDERE z.B. Ich bitte um Nachbarschaftshilfe

Diese beiden Positionen legst Du mit einem Abstand einander gegenüber auf den Boden oder einen Sessel, so dass Du dazwischen hin und her gehen kannst.

Von einem Platz außerhalb dieses Bildes, den wir „neutralen Platz“ nennen, kannst Du jetzt das Bild betreten - sozusagen als Deine eigene Repräsentantin, als Dein eigener Repräsentant für Dich selbst. Du stellst Dich zuerst vor, dann links und dann rechts neben eine der beiden Positionen und spürst hinein, wie es sich anfühlt, so zu entscheiden.

Dann verlässt Du diesen Platz, gehst zur anderen Position und wiederholst den Vorgang.

Vielleicht hast Du jetzt schon Klarheit. Es kann aber auch gut sein, dass Du mehrere Male hin und her gehen musst, und erst durch diesen Prozess eine passende Haltung zur Frage, die Du gestellt hast, findest.

Es kann aber auch sein, dass weder DAS EINE noch DAS ANDERE sich gut anfühlen. Dann kehrst Du zurück zu Deinem neutralen Platz, schüttelst Dich ein bisschen, damit Du Deine Rolle als Repräsentant*in für Dich selber zurücklegst, schreibst zwei neue Zettel (BEIDES, KEINES VON BEIDEM) und legst sie so auf den Boden, dass ein imaginäres Viereck entsteht.

Nun gehst Du wieder auf die Reise und hast jetzt vier Positionen zur Auswahl.

Falls Du Dich bei BEIDES wohlfühlst, scheint es eine Möglichkeit zu geben, die beiden Positionen zu verbinden, an die Du bisher noch nicht gedacht hast, z.B. ich gehe zum kleinen Kaufmann an der Ecke einkaufen, meide aber die Supermärkte.

Wenn auch BEIDES kein guter Platz ist, dann gibt es noch die Möglichkeit, dass KEINES VON BEIDEM Dich anzieht.

Und hier könnte ein neuer Prozess für Dich beginnen, weil es so scheint, dass die Frage, die Du gestellt hast, in diesem Moment nicht so relevant ist. Vielleicht gibt es etwas Anderes, was im Augenblick wichtiger ist. Es könnte z.B. sein, dass Du vor einer Entscheidung aufgerufen bist Dein Urvertrauen zu stärken und Deine jüngere Version zu nähren.

Es gibt noch eine fünfte Position, die im TETRALEMMA vorgesehen ist, wir werden sie jetzt nicht aufstellen, weil sie für Menschen, die nicht mit Aufstellungsarbeit sehr vertraut sind, zu komplex ist. Stattdessen empfehle ich Dir, dass Du am Rand des Bildes noch ein stärkendes Element etablierst, so eine Art Tankstelle, die Du zwischendurch immer wieder besuchen kannst. Das könnte z.B. DAS VERTRAUEN oder eine andere, übergeordnete, Qualität sein, die Du als Ressource empfindest.