Gedanken über den Muttertag

Heute ist Muttertag und ich merke in mir so unterschiedliche Gefühle aufsteigen. Ist es zeitgemäß, Muttertag zu feiern? 

Sollen wir nicht Muttertag abschaffen?

Plötzlich ist das wieder da – Das Angepasste Mädchen. Ein Teil von mir. Sie kommt vor und ist total verwirrt, sie möchte es doch allen nur recht machen, sie möchte, dass alle Menschen sich lieb haben … was stimmt da nicht?

Ich merke, dass ich schon wieder mich und meine Gefühle auf der Strecke lasse, ich möchte so sehr den Anderen gefallen, so gut sein, dass ich vergesse, auf mich zu hören.

Nun, bin ich nicht mehr dieses angepasste Mädchen, ich habe bereits eine gute “innere Mutter” in mir wachsen lassen, die auf dieses Mädchen, aber auch auf eigene Gefühle gut schauen kann.

Frau auf einer Ausstellung, hinter ihr hängt ein Gemälde

Ich liebe es, Mutter zu sein. Für mich persönlich ist das das größte Geschenk des Lebens. Durch meine Schwangerschaft und die Geburt bin ich viel selbstbestimmter geworden. Ich habe mich, meine Kraft und auch meine Grenzen kennengelernt. 

Ich genieße es sehr, Zeit mit meinem Sohn zu verbringen und von ihm etwas zu lernen. 

Ich genieße es auch, mich hin und wieder als “Helikopter Mutter” zu fühlen und zu erkennen – ah, jetzt wird es Zeit etwas mehr loszulassen. 

Heute Morgen habe ich es sehr genossen, als mein Sohn mir viele selbstgebastelte Geschenke mitgebracht hat. Seit Wochen haben sie bereits in der Schule gebastelt und Liebe zu eigenen Mutter zelebriert. Ich finde es einfach schön. 

Ich als Kind habe es nicht gut gelernt, eigene Mutter zu lieben. Respektieren sollte ich meine Eltern und dankbar sein. 

Ich finde es schön, dass mein Kind Liebe lernt. 

Zweiter Grund, warum ich das jetzt schreibe, sind meine Kundinnen, die oft Mütter sind oder es sich sehr wünschen. In meiner Arbeit als Business Coach geht es meistens um Karriere- und Businessthemen. Oft erlebe ich es, dass über Mutterliebe ganz vorsichtig und schüchtern erzählt wird. So als ob, wenn ich meine Arbeit und mein Business liebe, darf ich es nicht sagen, dass ich gerne Mutter bin. Ich sehe das als Teil meiner Mission, diese Frauen dabei zu unterstützen, eine kinderfreundliche Arbeitswelt zu gestalten. Nur gemeinsam können wir es schaffen.

Noch eine Sache scheint mir wichtig zu sein. Eine der ersten Menschen, dir mir heute zum Muttertag gratuliert hat, war eine Freundin, die keine Kinder hat. Darf ich auf ihre Nachricht antworten? Wird es sie verletzen? Sagte vermutlich schon wieder Das Angepasste Mädchen in mir. 

Und was bedeutet das eigentlich? Bedeutet das, dass alle Frauen, die keine Kinder haben, irgendwie falsch und bemitleidenswert sind? 

Nein. 

Ich akzeptiere alle Menschen so wie sie sind – heute und jetzt und nicht wie sie sein könnten oder was sie alles nicht geworden sind. Heute bin ich eine glückliche Mutter und nehme diesen Tag als Anlass zum Feiern. Genauso habe ich Freundinnen, Kundinnen und Geschäftspartnerinnen, die es nicht sind und genauso wunderbare Frauen sind. 

So wie du bist, bis du ok und gut genug, – habe ich meinem Mädchen gesagt.

Das sollte eigentlich unsere Haltung sein.

Wir haben es auch in unserer Familie diskutiert, ob Muttertag-Vorbereitungen in der Schule angemessen sind.

Meine Meinung – Ja, und noch mehr. Ich finde, in der Schule darf noch mehr gefeiert und über Liebe und Leben offen diskutiert werden. 

Was denkst du darüber?

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In meinem Blog dreht sich alles um Frauen, die ihren Weg gehen. Die Themen sind so vielfältig, wie das Leben: Vereinbarkeit von Familie und Karriere, Selbstständigkeit und berufliche Herausforderungen der Frauen, die sich nicht zwischen Kinder und Karriere entscheiden möchten, Hochsensibilität und leben mit besonderen Kindern. Dazu gibt es Einblick in meine Onlinecoaching-Praxis: Case Studies und Selbstcoachingtools, die karriereorientierte Frauen dabei unterstützen, ein glückliches und selbstbestimmtes Leben zu führen. 

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