Frau lächelt

Warum ich mich von Instagram verabschiedet habe?

Es ist mir sehr bewusst, dass im Solopreneurship die Social Media* als ein “Must-have” angesehen werden und ich kenne viele Frauen, die ziemlich unter Druck geraten, wenn sie diese Business-Trends nicht mitmachen.

Eigentlich wollte ich an der Blogparade von Manuela Krämer zum Thema „Wie viel Persönliches verrätst du auf Social Media?“ teilnehmen und einen sehr klugen Artikel darüber schreiben, wie ich mit dem Thema umgehe und was ich aus der Sicht einer Businesscoachin empfehlen würde. Daraus ist ein sehr persönlicher Artikel und quasi ein Ausstieg aus Social Media geworden.

Hier ist meine Geschichte, warum ich mich von Instagram & Co verabschiedet habe. Ich nenne dir auch ein paar Beispiele von Businessfrauen, die bereits weiter sind und in ihrem Business bewusst nicht mehr aus Social Media setzen. 

Also, lese unbedingt weiter.

Bestätigen Sie das wirklich, Frau Schweizer? Wollen Sie wirklich ihren wunderbaren Instagram Account, an dem Sie hunderte von Stunden und Euros investiert haben einfach so löschen?

Ja, ich will.

Heute habe ich mich endgültig von Instagram verabschiedet. Warum ich das getan habe? Ein Reflexionsversuch.

Wenn ich an die Social Media und meinen Ausstieg denke, erinnere ich mich an die Zeiten, als ich noch 50+ Stunden angestellt, in einer Führungsposition, für mich alleine genug verdient habe und glücklich war. 

Irgendwann habe ich im Internet über ein Netzwerk “Escape the City” gelesen. Es waren erfolgreiche, gutverdienende Menschen von City von London, die aus ihrem “pseudo” erfolgreichen Leben aussteigen wollten. Sie hatten es satt und haben nach Alternativen gesucht. Alternativen, um ihr Leben zu leben, Geld auszugeben, Ihr Talent und Wissen einzusetzen. 

Es gab damals tatsächlich nur ein Forum und ich erinnere mich, ich hatte immer so ein Kribbeln in meinem Hirn, wenn ich ihre Escape-Geschichten gelesen habe. Es kam mir so unwirklich vor – 

Gibt es diese Welt tatsächlich?

Eine Welt, wo Menschen auf ihre erfolgreiche Karriere bewusst verzichten? 

Wie soll es den ohne Karriere weiter gehen?

So ähnlich ging es mir mit Social Media letztes Jahr. Ich habe getan und gepostet, versucht, mit FB und Insta-Algorithmen und besten Zeiten für Posting schrittzuhalten. Ich war in einer Mastermindgruppe, die spezielle dafür geschaffen wurde, um sich auf Instagram gut zu positionieren. Habe Werbung für meine Mastermindgruppen geschaltet und gelernt, meine Texte so zu schreiben, damit sie passen.

Irgendwann habe ich den Escape-Knopf gesucht.

Irgendwann hatte ich keine Energie mehr. Als dann noch Reels kamen und die ganze Community auf die Reels “aufgesprungen” ist, habe ich meinen Halb-Escape-Knopf gedrückt und von einem Tag auf den anderen aufgehört, zu posten. Parallel dazu habe ich eine zeitlich begrenze Arbeit angenommen, die mir den finanziellen Druck etwas herausgenommen hat. Es kam Ruhe in mein Leben. Es kam auch mehr Ruhe in meine Familie.

Dazu muss ich sagen, dass ich es (noch) nicht vorhabe, ein riesiges Unternehmen aufzubauen. Ich will momentan auch kein Team haben und mir gehts es gut mit diesen Gedanken.

Ich habe realisiert, dass mein Leben sich mehr im Instagram als in meiner Familie abgespielt hatte. Zu Hause schrie ich öfters meinen Partner und meinen Sohn an und habe sehr laut versucht ihnen zu erklären, dass ich jetzt unbedingt noch mit meinem Handy das Video “schnell” aufnehmen, schneiden und posten MUSS. Im Instagram war ich meistens bestens gelaunt, klug, schön und habe Ratschläge über selbstbestimmtes Leben verteilt. 

Ich habe alles um mich herum fotografiert und hunderte von Selfies gemacht. In der Welt der Social Media, wo ich mich bis dahin bewegt habe, waren Frauen sehr aktiv und haben sich gegenseitig motiviert, weiterzumachen.

Ich konnte es mir nicht vorstellen, das es möglich sein sollte, ohne Social Media zu sein. Ich habe die andere Welt einfach nicht gesehen oder nicht sehen wollen.

Und dann habe ich ein Artikel von Alexandra Polunin gelesen. Ich habe angefangen Businessfrauen zu beobachten, die entweder aus Social Media aussteigen oder sich überhaupt nicht darauf konzentrieren. 

Und es gibt sie, diese andere Welt. 

Alexandra Polunin zeigt es mit ihrem Blog und ihrer Marketingstrategie, wie es anders geht und spricht das offen an.

Leonie Dawson hat sich von Social Media verabschiedet und ihr Team reduziert und macht trotzdem 7-stelligen Umsatz mit ihrem Online-Business. 

Natürlich habe ich diese Entscheidung nicht spontan getroffen, ich habe sehr wohl alle “dafür” und “dagegen” gesammelt und am Ende mich … für meinen eigenen Weg entschieden. 

Ich habe mein Businessprofil auf Facebook gelöscht – Freude und Erleichterung. Richtige Entscheidung – Escape Button – DONE

Pinterest Businessaccount gelöscht – wie viel Zeit ich mir damit erspart habe. Richtige Entscheidung – Escape Button – DONE

Heute habe ich meinen Instagram Account erfolgreich gelöscht.

Ich bin noch auf Facebook mehr oder weniger als Bloggerin aktiv, weil unsere Blooggercommunity The Content Society über Facebook vernetzt ist. Und auch hier bereite ich meinen Escape vor. 

Ich war gerne auf LinkedIn, weil es öfters dort mein Fachwissen und Informationen über Fachveranstaltungen geholt habe. Jetzt beobachte ich, dass es sich auch zu einer Art von Social Media mit Algorithmus-Druck entwickelt und habe mein Engagement dort reduziert. 

Warum ich dir das alles erzähle?

Ich will dir damit zeigen, dass es keinen einzig gültigen Weg im Business gibt. 

Aber ich möchte dir zeigen, dass du deinen eigenen Weg gehen darfst. 

Ich habe, beispielsweise irgendwann angefangen, wieder zu schreiben. Ohne Druck und Stress. So zu bloggen, wie ich das möchte. Und ich freue mich über jede Rückmeldung, jeden Kommentar und jede Kundin, die sich von meinen ehrlichen Zeilen angesprochen fühlt. Ich will ja nur „meine“ Menschen ansprechen.

Ich denke über ein weiteres Buch nach und darüber nach, wie ich das Buch speziell für meine Lieblingskundinnen schreiben kann, sodass sie meine Menschens- und Arbeitsart kennenlernen können.

Mein erster Selbstlernkurs Life Goals Canvas: Ziele mit Herz setzen und mit Kopf umsetzen ist im Oktober gestartet, weil ich Frauen ermächtigen möchte, nach Ihrem Zeitplan und Ihrer Energie zu lernen und sich zu verändern.

Einen eigenen Weg gehen. So wie es für dich gerade passt und richtig ist. 

Brauchst du meine Unterstützung, deinen eigenen Weg zu finden? Melde dich zu einem kostenlosen Vorgespräch an und lasse uns darüber reden.

*Social Media: unter Social Media in diesem Beitrag verstehe ich Instagram, Facebook, Pinterest, LinkedIn, obwohl mir natürlich bewusst ist, dass sie sich voneinander unterscheiden. 

4 Kommentare zu „Warum ich mich von Instagram verabschiedet habe?“

  1. Liebe Bettina, vielen Dank für deinen Kommentar! Ja, ich habe mich auch sehr gefürchtet und dann doch gelernt, die Konsequenzen zu tragen. Das einzige, was ich gerade noch an FB schätze, ist, dass ich Infos über anstehende Geburtstage meiner FreundInnen bekomme, aber ansonsten fehlt mir nichts und wenn doch, dann lese ich Blogs oder Newsletter oder treffe mich mit meinen FreundInnen 🙂

  2. Liebe Natalia,

    du schreibst mir aus der Seele! Ich habe Anfang des Jahres den Entschluss gefasst, lieber auf mein Business zu verzichten, als diesen Social-Media-Wahnsinn weiterzumachen. To make a long story short: Es war die richtige Entscheidung!
    Allerdings habe ich mich noch nicht getraut, meine Konten zu kündigen …

    Bin gespannt, wie deine Reise weitergeht.

    Lieben Gruß
    Bettina

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