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Wie du zu einer richtig guten Traumfängerin wirst

Lachender Frauenkopf

Als ich ein Kind war, habe ich gerne und viel geträumt, auch dann, wenn ich nicht geschlafen habe. Tagträumerei – kennst du das noch?

Ich lag abends im Bett und habe mir Geschichten ausgedacht. Ich erinnere mich nicht mehr an alle Einzelheiten, bin mir aber ziemlich sicher, dass es dabei um wilde Abenteuer, Mut, Liebe und Glück ging. Dabei habe ich oft die wichtigste Rolle in dieser Geschichte gespielt. Ich war die Heldin. Eins wusste ich ganz genau – egal was passiert, diese Geschichte wird für mich gut ausgehen. Immer.

Dafür sind doch die Träume da.

Im Laufe der Jahre werden wir was Besseres belehrt.

  • Höre auf zu träumen, werde endlich erwachsen. Das wirst du doch nie schaffen.

  • Konzentriere dich lieber auf deine Hausaufgaben, wir haben gerade keine Zeit.

Kommt es dir bekannt vor?

Als Erwachsene merken wir irgendwann, dass ein Traum zu haben doch nicht schlecht wäre. Nun wissen wir nicht mehr, wie das geht. Jahrelang haben wir uns aufs „Nicht-Träumen“ konzentriert.

Träumen kann für Erwachsene eine wichtige Ressource sein.

Wenn du dir überlegst, wie viele Informationen auf uns jeden Tag einprasseln und daran denkst, dass in deinen Träumen ganz konkrete Bilder auftauchen. Kann es doch nur bedeuten, dass an deinem Traum etwas dran ist. Die Wissenschaftler sagen ja schon lange – wenn du dir etwas vorstellen kannst, kannst du das auch erreichen.

Also, wie fängst du an, dich mit deinen Träumen zu beschäftigen?

Gute Nachricht vorab:

  • Dafür brauchst du kein 8-Wochen Retreat in Indien zu buchen.

  • Du brauchst nicht bis zum nächsten Urlaub warten.

  • Du brauchst auch nicht bis zum Beginn des nächsten Jahres warten.

  • Du musst nicht gesünder, junger oder älter sein.

Heute ist die beste Zeit dafür, deine Träume einzufangen und die Energie zu empfangen, die in diesen Träumen steckt. Werde zu Heldin deiner Träume! Probiere es einfach aus. Ich habe für dich meine Liste der Werkzeuge zusammengestellt, die ich gerne zum Traumfangen verwende.  Diese Tools sind einfach und wirkungsvoll. Du kannst sie alle ein Mal ausprobieren oder dich für ein bestimmtes Tool entscheiden und länger damit üben.

Gerne kannst du in Kommentaren deine eigenen erprobten Methoden des Traumfängers hinterlassen. Ich freue mich.

Arbeite mit Bildern, visualisiere deine Träume.

Visual Board BeispielEin Bild sagt oft mehr als Tausend Wörter. Ich empfehle dir „das Träumen“ mit Bildern zu beginnen. Erstelle einfach eine Collage oder eine Soulcollage, wie du dich oder einen bestimmten Bereich in der Zukunft siehst. Ich habe im letzten Jahr in einer Weiterbildung eine Collage für meine Arbeit erstellt – Wie und mit wem möchte ich in der Zukunft arbeiten. Interessanterweise sind auch Männer auf meinem Bild erschienen. Später kam die Erkenntnis, dass ich Männer als Kooperationspartner, Kunden haben möchte. Ich nutze für die Erstellung von Collagen das Onlinetool Canva, drucke die Bilder dann aus und klebe sie in meine Journals ein oder verwende diese als Bildschirmschoner.

Arbeitest du gerne mit Papier? Dann könnte eine Soulcollage passend für dich sein. Du nimmst die 15-20 Minuten Zeit und erstellst ein Bild in Größe einer Postkarte. Ich erstelle gerne Soulcollagen als Antwort auf eine konkrete Frage. Beispielsweise „Was ist mir beim Netzwerken wichtig?“

Schreibe deine Träume auf.

Ich liebe Schreibpraktiken und träume am liebsten „schriftlich“ 🙂. Es gibt eine Schreibübung, die mir besonders gefällt, weil ich damit ziemlich schnell Veränderungen herbeiführen kann.

Schreibe jeden Morgen nach dem Aufstehen auf, wie dein perfekter Tag in einem Jahr aussehen könnte. Keine lange Vorbereitung, einfach loslegen: „Heute ist der 12. Februar 2023, ich stehe auf und….. beschreibe so detailliert wie es nur geht deinen Traum-Tag“. Nach einigen Tagen schaue die an, welche Rituale sich wiederholen, welche Gefühle möchtest du empfinden, mit welchen Menschen zusammen sein. Wähle etwas Bestimmtes aus, was heute am einfachsten umsetzbar ist und versuche das in deinen Tag zu integrieren.  Dabei ist wichtig, nicht zu perfektionistisch zu sein – mache das, was heute möglich ist. So habe ich beispielsweise mit Schreiben begonnen.  Immer wieder träumte ich davon, jeden Tag zu schreiben. Es hat aber nicht sofort geklappt, weil ich es mir zu perfekt vorgestellt habe – es musste unbedingt ein schönes Arbeitszimmer sein, ich – frisch geduscht und bereits Sport gemacht haben, wunderschönes Laptop bereit auf mich wartend stehen. Das war nicht mit meinem Leben vereinbar. Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass das Wichtigste bei diesen Träumen war – eben das Schreiben.  Danach habe ich versucht, nur das Schreiben in meinen Morgen zu integrieren. Jetzt stehe ich als Erstes auf, mache mir einen Kaffee, schnappe mein Schreibheft und schreibe einfach los auf der Couch sitzend. Ungeduscht, nicht perfekt und sehr glücklich. 

Gehe mit deinem Traum spazieren.

Schreibheft und Kugelschreiber

Geht raus und führe deinen Traum auf einen Spaziergang. Es spielt keine Rolle, ob du nur eine halbe Stunde Zeit oder eine ganze Tageswanderung deinem Traum widmen möchtest.

Formuliere deine Vision und richte deine Ziele danach.

Es war einer der wichtigsten Entscheidungen in meinem Leben – beruflich und privat, als ich mit einem Coach meine Lebensvision erarbeitet habe.  Versuche deine Antwort auf diese Fragen zu finden:

Warum tust du das, was du tust?

Was möchtest du, dass auf dieser Welt anders ist?

Meine Vision, beispielsweise, lautet:

Ich möchte, dass meine Kinder und Enkelkinder in einer Welt leben, wo Frauen sich keine Gedanken über die Wahl zwischen Karriere oder Familie verschwenden, sondern selbstständig ein eigenes Lebensmodell entwickeln und ihre berufliche Laufbahn gestalten.

Ziele mit Herz setzen und mit Kopf umsetzen

Lasse deine wahre Heldin raus.

Wie oft bin ich schon den tollsten Role Models nachgelaufen und habe kein Glück dabei gehabt. Das hat einfach nicht geklappt. Ich konnte (und wollte) nicht so werden wie sie. Ich habe alles versucht, war aber meistens von mir enttäuscht. Nachdem ich angefangen habe, mir Zeit für meine Träume, meinen Weg und meine Stolpersteine zu nehmen, kam nach und nach ein Gefühl der Selbstbestimmtheit und tieferen Lebenszufriedenheit in mir hoch. Kreiere dir dein eigenes Role Model „Du in der Zukunft“ und gehe deinen eigenen Weg, es lohnt sich.

Träume los und hab ein geiles Leben.

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